Dyckerhoff

Einheitliche Datenplattform für unterschiedliche Anwendungen

Die Lösung im Überblick

Dyckerhoff

Konsolidierung, Reporting und Planung unter einem technologischen Dach zu vereinen, ist an sich schon kein leichtes Unterfangen. Bei einer Lösung für den Dyckerhoff Konzern galt es zudem, die Ansprüche unterschiedlicher Geschäftsbereiche zu berücksichtigen. Insofern stand dem Projektteam im Jahr 2009 keine einfache Aufgabe bevor, als dort die fachlichen Anforderungen der Konzernrechnungslegung und des Controllings in einer einheitlichen Lösung zusammengeführt werden sollten. Mit der Performance Management Lösung Tagetik 3.0 löste Dyckerhoff dann die vorherige, SAP EC-CS-basierte Lösung ab. Aufgrund der besonderen Konstellation war nicht nur die Konsolidierung maßgebend. Bei der Auswahl der neuen Lösung setzte Dyckerhoff vielmehr auf eine breit angelegte Technologieplattform, die ein vereinfachtes und anwenderfreundliches Reporting ebenso gewährleistet wie die Konsolidierung der Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse, die auf einer zentralen Datenbank gründen.

Im Wiesbadener Dyckerhoff Konzern stand man im Jahr 2009 vor der Aufgabe, ein Nachfolgesystem für die Konsolidierung einzuführen. Wie Stephanie Laube, Leiterin Rechnungswesen Konzern und AG bei Dyckerhoff, berichtet, sollte dies zugleich zum Anlass genommen werden, eine Lösung auf den Weg zu bringen, die den beiden Abteilungen Konzernrechnungswesen und Controlling gerecht wird. Ganz bewusst sollte es ein „gemeinsames Projekt“ werden, an dem beide Bereiche partnerschaftlich beteiligt sind. Und ganz oben auf der Wunschliste der Beteiligten stand eine Optimierung und Vereinheitlichung des Konzernreportings. Zwar war das Berichtswesen für die Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse bis dato auch gemeinschaftlich erstellt worden, basierte jedoch auf unterschiedlichen Datenquellen, weil die beiden Bereiche – was die technologische Unterstützung anbelangt – in den Jahren zuvor getrennte Wege gegangen waren.

Gefragt war demzufolge eine Software, die sich als Plattform für das gesamte Konzernreporting eignet. Sie sollte sowohl die fachlichen Ansprüche des Konzernrechnungswesens als auch des Controllings erfüllen und in einer durchgängigen Architektur verankert werden. In der Evaluierungsphase ging es dann um die Frage, ob an die vorhandene Technologiebasis angeknüpft werden könne, oder ob man mit einer Neuorientierung besser beraten sei. Zu der Zeit rückte Tagetik in den Fokus der Projektverantwortlichen. Und nach einer eingehenden Prüfung der Optionen setzte sich am Ende die Überzeugung durch, dass mit dieser technologischen Alternative ein Instrument gefunden worden sei, mit dem sich die Projektanforderungen beider Parteien am besten umsetzen lassen.

Konzernkonsolidierung - Grundstein in der Konzeptionsphase gelegt

Chronologisch betrachtet handelt es sich bei der Einführung von Tagetik im Dyckerhoff Konzern um zwei Teilprojekte. Vorgelagert war die Phase, in der es vorrangig darum ging, den Status quo der Konzernkonsolidierung und des entsprechenden Reportings in die neue Technologieumgebung zu überführen. Die Unterstützung bei der Erstellung von Planabschlüssen folgt im nächsten Schritt. Um jedoch den Beteiligten alle Möglichkeiten offen zu halten und die Strukturen von vornherein auf die unterschiedlichen Bedürfnisse auszulegen, sind die beiden Projektteams gemeinsam in die Konzeptionsphase gestartet.

Nach der Kick-off-Veranstaltung im August 2009 erarbeitete das Projektteam, unterstützt von Beratern der pmOne AG und Tagetik-Experten, zunächst ein Feinkonzept. In einem „Blueprint“ wurden die Einzelheiten der Implementierung schriftlich festgehalten. Nach der Abnahme, die Ende Januar 2010 erfolgte, wurden die Strukturen seitens pmOne/Tagetik aufgesetzt, so dass es Anfang März 2010 mit der Implementierungsphase losgehen konnte. Zwei Monate lang war das Team damit beschäftigt, Stammdaten einzulesen und Konsolidierungsregeln aufzustellen. Danach galt es, die Initialperiode aufzusetzen sowie Altabschlüsse und Vergleichsperioden nachzustellen, was insbesondere im Bereich der Kapitalkonsolidierung inhaltlich sehr anspruchsvoll war. Der Kontenrahmen der neuen Lösung umfasst circa 10 000 Konten, darunter 3 000 Finanzkonten. Zum Konsolidierungskreis des Dyckerhoff Konzerns zählen circa 80 Gesellschaften. Die weltweit rund 100 Anwender, die nun mit Tagetik arbeiten, wurden im Spätsommer 2010 von den Kollegen des Konzernrechnungswesens und des Controllings der Dyckerhoff AG geschult. Dafür kamen Mitarbeiter der deutschen Standorte und aus Luxemburg nach Wiesbaden; für die Tochterunternehmen in Polen, Russland, Holland, Tschechien und der Ukraine wurden jeweils Vorort-Schulungen abgehalten. Die Kollegen in den USA erhielten ihre Einweisung ins neue System per Videokonferenz. Die Voraussetzungen für den Going-Live im Spätsommer 2010 waren somit geschaffen.

Strukturen optimiert und verschlankt

Was Vorsysteme und Schnittstellen angeht, wurde die Architektur bereinigt und auf ein einheitliches und durchgängiges System mit einem konzern-übergreifenden Kontenrahmen verschlankt, dem eine zentrale Datenbank zugrunde liegt. Durch den Daten!uss ohne Systembrüche entfallen Übergangszeiten zwischen Buchungen und Reporting, Strukturänderungen müssen nur noch einmal zentral vorgenommen werden. „Jetzt verfügen wir über ein durchgängiges System mit einem Server, auf den alle angebundenen Mitarbeiter zugreifen. Wenn beispielsweise Stammdaten geändert werden, passiert das automatisiert und unmittelbar, und jeder kann im Anschluss auf die aktualisierten Daten zugreifen. Das ist natürlich ein Riesenvorteil“, fasst Holger Merz, Projektleiter für die Konsolidierung, zusammen. Zuvor war es notwendig gewesen, neue Gesellschaften, Konten etc. parallel zu pflegen. Damit alle auf dem aktuellen Stand waren, mussten angepasste Steuerungsdaten zunächst aus dem Konsolidierungssystem runtergeladen werden, um sie dann wiederum auf der Datenbank jeder einzelnen Gesellschaft hochzuladen. Auch auf der Eingabeseite hat sich beim Workflow einiges verbessert.

Dank einer Online-Lösung konnten Arbeitsschritte, die bisher zum Teil in unterschiedlichen Systemen abliefen – wie die Erfassung in Formularen, das Umwandeln und Einlesen von Dateien – erheblich erleichtert werden. Darüber hinaus erfolgt die Intercompany-Abstimmung nun nicht mehr nachgelagert und zentral durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens, sondern Webbasiert bereits während der Datenerfassung und damit dezentral. Dies führte zu weiteren Effizienzgewinnen.

Offene Kultur im Umgang mit Kundenwünschen

„Mit der neuen Tagetik-Lösung haben wir von der Datenerfassung über die Konsolidierung bis hin zum Reporting eine durchgängige Plattform, die gemeinschaftlich von Konzernrechnungswesen und Controlling genutzt wird – das ist der große Benefit“, fasst Stephanie Laube das Projektergebnis zusammen. Dabei bescheinigt sie dem Dyckerhoff Konzern durchaus auch ein hohes Maß an Komplexität: „Wir sind zwar nicht sonderlich groß, haben aber alle Besonderheiten, die man sich in der Konsolidierung so vorstellen kann, wie einen relativ flexiblen Konsolidierungskreis, viele Minderheiten, ausländische Gesellschaften, Mehrstufigkeit bei Fremdwährungsgesellschaften. Von daher können wir mit allen großen Konzernen mithalten“.

Tagetik konnte vor allem mit Kundennähe und Kundenorientierung punkten. Tagetiks Strategie, die Weiterentwicklung der Software an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten, kommt in Wiesbaden gut an. Projektleiter Holger Merz zeigt sich insgesamt sehr angetan von der offenen Kultur bei Tagetik im Umgang mit Kundenwünschen und der Bereitschaft, diese in künftige Releases mit aufzunehmen: „Unsere Anliegen – sogar was neue Features in der Software anbelangt – wurden gerne und mit hoher fachlicher Expertise aufgenommen und unmittelbar umgesetzt oder sind in die Release-Planung eingeflossen. Das hat bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen.“

Gewinn in puncto Flexibilität und Effizienz

Neben einem modernen IT-Standard und einer weitreichenden Workflow-Unterstützung erfreut sich das Controlling nun an umfassenden Analysemöglichkeiten, die Tagetik zu bieten hat. Wo Analysen und Ad-hoc-Berichte zum Tagesgeschäft zählen, weiß man insbesondere die Flexibilität der neuen Lösung zu schätzen. „Die große Stärke von Tagetik sehe ich in einem vereinfachten und flexiblen Reporting und der Nähe zu Excel. Gerade wenn es um Ad hoc-Berichte und flexibles Reporting geht, kann man mit Tagetik sehr gut arbeiten“, ist Sascha Lenkiewicz, Leiter Konzernrechnungswesen überzeugt. „Gleich bei der ersten Präsentation war für uns offensichtlich, dass Tagetik sehr stark im Bereich Reporting ist. Was uns besonders beeindruckt hat, war die Flexibilität, was das Berichtswesen angeht und natürlich die Excel-Nähe. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir bereits, dass das Controlling von den Möglichkeiten begeistert sein wird“, so Sascha Lenkiewicz rückblickend.

Dass bestehende Ad-hoc-Reports direkt auch für das Standardreporting weiterverwendet und über‘s Web publiziert werden können, rundet das positive Bild ab. Ein Werkzeug für Standard- und Ad-hoc-Reporting reduziert den Aufwand weiter.

Eine Plattform, eine Datenbank, ein einheitliches System – davon profitiert der Dyckerhoff Konzern bereits heute. Doch noch ist nicht alles umgesetzt, was man sich dort vorgenommen hat. So sind Planung und Investitionsreporting konkret in Arbeit. Und um die „Excel-Nähe“ von Tagetik voll auszunutzen, stehen neben der Integration zusätzlicher Bestandteile des Konzernreportings noch weitere Punkte auf der To-do-Liste, die nach und nach abgearbeitet und um die die neue Technologieplattform erweitert werden soll.

Datenfluss unter SAP-ECCS
Datenfluss unter SAP-ECCS
Datenfluss unter Tagetik
Datenfluss unter Tagetik

Datenfluss ohne Systembrüche: Im Gegensatz zu der alten Systemarchitektur kommt die neue Tagetik-Lösung mit einem Minimum an Schnittstellen aus und ist so aufgebaut, dass von der Erfassung über die Konsolidierung bis hin zum Reporting ein durchgängiger Weg vorgegeben ist. Zugrunde liegt eine zentrale Datenbank.

Kundenprofil

Innovative Baustoffe, internationale Präsenz, fast 150 Jahre Tradition – all dies verbindet sich mit dem Namen Dyckerhoff. Unter dem Dach der italienischen Buzzi Unicem S.p.A. bietet das Unternehmen rund um Zement und Beton Lösungen für Kunden in aller Welt. Dyckerhoff gehört zu den führenden internationalen Marken in der Baustoffbranche. Die Produktion orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Baustofftechnologie und an den Grundsätzen einer nachhaltigen Unternehmensführung. Der Dyckerhoff Konzern besteht aus der in Deutschland operativ tätigen Dyckerhoff AG und ihren Gesellschaften in Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, der Tschechischen Republik/Slowakei, der Ukraine, in Russland und in den USA.

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Pluspunkte der Lösung

  • Breit angelegte Technologieplattform mit zentraler Datenbank
  • Konsistente Systemarchitektur mit konzernübergreifendem Kontenrahmen
  • Vereinfachtes, flexibles Reporting und umfanssende Analysemöglichkeiten
  • Weitreichende Workflow-Unterstützung

Tagetik überzeugte uns in puncto Flexibilität, Anwenderfreundlichkeit und Funktionstiefe sowie der Integrierbarkeit in die bestehende Systemumgebung. Das Team der pmOne und Evimcon zeichnete sich für uns mit hoher Kompetenz und Professionalität aus.

 

Dr. Stefan Fink, CFO der Dyckerhoff AG

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