Österreich Werbung

Information Design

Die Lösung im Überblick

Ein Problem, das vielen Unternehmen geläufig ist, beschäftigte auch die Österreich Werbung: Jede Abteilung erstellte Geschäftsgrafiken nach ihren eigenen Maßgaben und ohne einheitliche Linie. Akuter Handlungsbedarf bestand dann aufgrund eines breit angelegten Strategieprojekts, in das alle Abteilungen eingebunden waren. Um eine unternehmensweite Vereinheitlichung zu erzielen, war zunächst eine standardisierte Methodik gefragt, später folgte mit cMORE/Message die unterstützende Software. In einem kleinen, aber durchaus wegweisenden Projekt ist es gelungen, einen schnell erfassbaren Standard für Geschäftsinformationen zu etablieren. Österreich Werbung profitiert nun von einheitlichen und schnell verständlichen Diagrammen und Berichten, was auf kürzestem Wege zu fundierten Entscheidungen führt. Dabei können die Anwender die Vorteile des Information Design-Ansatzes mit der gewohnten (Excel-)Umgebung kombinieren.

Unternehmensweit einheitlicher Standard für Geschäftsinformationen

Das Konzept des „Information Design“ befasst sich mit der sinnvollen Visualisierung von Reporting und Dashboards – ein populäres Thema, dessen Notwendigkeit breite Anerkennung  findet. Dennoch hakt es in den Unternehmen oft bei der praktischen Umsetzung. Dr. Rolf Hichert, Information Design-Experte im deutschsprachigen Raum, sieht zweierlei Ursachen dafür: „Erstens ein fehlendes überzeugendes und leicht verständliches Gestaltungskonzept und zweitens die nicht vorhandene Software-Unterstützung.“ Ein Paradebeispiel dafür, wie diese Probleme überwunden werden können und wie eine schlichte, einheitliche Gestaltung die Vermittlung von Geschäftsinformationen begünstigen kann, ist die Österreich Werbung.

Ein zentrales Strategieprojekt, in das alle Abteilungen eingebunden waren, bildete den Ausgangspunkt für die Österreich Werbung, sich eingehend mit dem Thema Information Design zu befassen. Für die „Strategy Map“ hatten zuvor verschiedene Unternehmensbereiche unterschiedlichste Kennzahlen und Diagramme abgeliefert. Diese waren so heterogen gestaltet, dass das Erfordernis nach einer unternehmensweiten Standardisierung offenkundig wurde.

„Wir haben das Thema Information Design als nützliche Methodik erkannt, um einerseits die Verständlichkeit der Diagramme und Berichte in der Österreich Werbung zu erhöhen und zu vereinheitlichen und andererseits auch, um daraus klare Entscheidungen ableiten zu können“, erläutert IT-Leiter Dr. Albert Hacker die Intention für das Projekt.

Österreich Werbung war an einer standardisierten Methodik nach den Richtlinien von Prof. Hichert interessiert. Als es um die Frage der Umsetzung ging, stieß man schnell auf die pmOne AG: „Nicht nur die Methodik, sondern auch das entsprechende Werkzeug waren uns wichtig. Hier fanden wir mit pmOne einen Anbieter, der einerseits die entsprechenden Beratungsdienstleistungen hinsichtlich Information Design, auf der anderen Seite aber auch die Software-Unterstützung abdecken konnte“, so Dr. Hacker.

Werkzeug von weitreichendem Nutzen

Nachdem pmOne in der Österreich Werbung erfolgreich Diagramme nach den Information Design-Prinzipien entworfen hatte, entstand der Bedarf, diese grafischen Darstellungen in Zukunft auch selbst erstellen zu können. Die Kombination von Methodik und softwaretechnischer Unterstützung spielte für Österreich Werbung dabei von Anfang an eine große Rolle. Die Hichert-Prinzipien waren bereits bekannt, allerdings machte man im Unternehmen die Erfahrung, dass die Umsetzung – so lange sie rein auf Excel basierte – doch sehr zeitintensiv sein kann. Eine „Out of the box“-Lösung ist in Excel schließlich nicht vorgesehen. Das Excel Add-in cMORE/Message war deshalb auch das Mittel der Wahl, damit die Mitarbeiter der unterschiedlichen Fachabteilungen nicht mehr Zeit als nötig in die Erstellung von Diagrammen investieren, sondern sich ihren eigentlichen Aufgaben widmen können. Damit sind sie in der Lage, die gewohnte (Excel-)Umgebung mit den Vorteilen des Information Design zu verbinden – eine ideale Kombination, „mit der man doch sschneller ans Ziel kommt“, wie der IT-Leiter bestätigt. cMORE/Message ist bei den Berichterstellern der verschiedenen Abteilungen installiert und unterstützt sie bei der Erstellung von Präsentationen, Berichten und Statistiken. Diagramme, die dort erstellt werden, sind für den Einsatz in der gesamten Österreich Werbung gedacht. Und weil Excel ohnehin an jedem Arbeitsplatz installiert ist, sind alle rund 250 Mitarbeiter dadurch in der Lage, die mit cMORE/Message erstellten Charts auf ihrem PC zu öffnen. Somit werden weltweit alle Standorte erreicht.

Erfolge schnell sichtbar

Obwohl es bei dem Projekt einen großen organisatorischen Bereich der Österreich Werbung abzudecken galt, hat sich die externe Unterstützung „in einem vernünftigen Rahmen“ gehalten, und erste Ergebnisse waren schnell erkennbar. Bereits in einem sehr frühen Stadium war es offenkundig, dass die anvisierte Vereinheitlichung gelungen ist und über die verschiedenen Abteilungen hinweg ein schnell erfassbarer Standard für Geschäftsinformationen etabliert werden konnte.

Den Nutzen eines einheitlichen Konzepts sieht Dr. Albert Hacker ganz pragmatisch: „Diagramme werden erstellt um zu informieren, dienen aber auch als Grundlage, um Entscheidungen zu treffen – was wiederum mit dem Themenkomplex Business Intelligence zusammenspielt. Je eindeutiger und aussagekräftiger so ein Chart ausfällt, desto leichter fällt es, Entscheidungen zu treffen. Wenn man erst mal 8o Prozent seiner Zeit damit verbringen muss, um zu verstehen, was gemeint ist, bleibt wenig, um entsprechende Maßnahmen abzuleiten – das sollte genau umgekehrt sein.“

Bereits die einheitliche Verwendung von Farben zieht weitreichende Effekte nach sich. Doch bei Österreich Werbung wurden nicht nur Farben für bestimmte Kategorien de niert, sondern auch ein einheitliches Wording verankert. Begriffsbezeichnungen sind inzwischen eindeutig festgelegt. Und weil dies alles im System vorgegeben ist, wird den Anwendern die Handhabung ungemein erleichtert. „Das spart Zeit und gibt Klarheit für das Treffen von Entscheidungen“, ist Dr. Albert Hacker überzeugt. Und fügt hinzu, dass es auch einer „Betriebsblindheit“ vorbeugt, weil man automatisch die Perspektive eines Externen einnimmt.

Dr. Hacker betrachtet die Information Design-Bewegung gerne in einem zeitlichen Zusammenhang. Früher sei man froh gewesen, als sich softwaregestützt erste Diagramme erstellen ließen. Je mehr ein Tool konnte und je leichter es zu bedienen war, desto mehr wurde diese Funktionalität auch genutzt – was nicht zwangsläu g zur besseren Erfassbarkeit des Outputs beigetragen habe. Im Prinzip sei Information Design ein radikaler Ansatz zurück zu den Wurzeln, eine Vereinfachung und Reduktion auf das Wesentliche. So ist es kaum verwunderlich, dass die von pmOne angewandten Prinzipien des Information Design beim IT-Leiter der Österreich Werbung großen Anklang finden: „Die Zeiten, wo man alles möglichst bunt und blinkend gemacht hat, sind glücklicherweise vorbei. Der Mensch hat nur eine gewisse mentale Aufnahmefähigkeit. Insofern geht es auch darum, die kognitive Belastung des menschlichen Gehirns möglichst gering zu halten. Das gilt erst recht, wenn rationale Entscheidungen gefragt sind“.

Kleines, aber wegweisendes Projekt

Objektiv betrachtet handele es sich um ein eher kleines Projekt, das jedoch insofern wichtig und übergreifend sei, weil das Unternehmen als Einheit gestärkt worden ist. Durch den pragmatischen und anwenderfreundlichen Ansatz sei es zudem sehr effektiv und in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen. Es habe „eine Art Initialzündung“ bei der Österreich Werbung erzeugt, wie der IT-Leiter zu berichten weiß.Bei aller Euphorie ist man sich durchaus darüber im Klaren, dass Information Design kein Allheilmittel ist und seine Grenzen hat. „Ein Projekt wird nicht erfolgreich, nur weil man Information Design-Maßstäbe anlegt, aber es ist auf jeden Fall ein unterstützendes Mittel.“ Die inhaltlichen Projekte, in denen die visuelle Vereinheitlichung zum Tragen kommt, müssen sich erst noch bewähren. Aber mit Information Design sind schon mal die Weichen gestellt worden, damit die zu transportierenden Informationen in den Fokus rücken und leicht aufgenommen und erfasst werden können.

Eine auf das Wesentliche reduzierte Darstellung (große Abbildung), bei der die Gra ken über die Skalierung vergleichbar gemacht wurden. Ergänzende Informationen eröffnen dem Betrachter neue Erkenntnisse gegenüber der alten Version (klein).
Eine auf das Wesentliche reduzierte Darstellung (große Abbildung), bei der die Gra ken über die Skalierung vergleichbar gemacht wurden. Ergänzende Informationen eröffnen dem Betrachter neue Erkenntnisse gegenüber der alten Version (klein).
Die ursprünglichen Diagramme (kleine Abbildung) wurden auf das Wesentliche reduziert, die Notation vereinheitlicht. Zudem sorgt eine einheitliche Skalierung im neuen Bericht für eine unmittelbare Vergleichbarkeit, ohne den Umweg über die Zahlen nehmen
Die ursprünglichen Diagramme (kleine Abbildung) wurden auf das Wesentliche reduziert, die Notation vereinheitlicht. Zudem sorgt eine einheitliche Skalierung im neuen Bericht für eine unmittelbare Vergleichbarkeit, ohne den Umweg über die Zahlen nehmen zu müssen. Die Farben sind nicht mehr willkürlich vergeben, sondern dienen einer Bedeutungsdifferenzierung – in diesem Falle sind es die verschiedenen Szenarien. Auf eine tabellarische Darstellung konnte in der überarbeiteten Ansicht komplett verzichtet werden.

Kundenprofil

Die Österreich Werbung (ÖW) ist Österreichs nationale Tourismusorganisation. Gegründet 1955 unter dem Namen „Österreichische Fremdenverkehrswerbung“ um die öffentliche Aufgabe „Bewerbung des Tourismuslandes Österreich“ wahrzunehmen, arbeitet die Österreich Werbung heute genauso wie damals für den Tourismusstandort Österreich. Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartner für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essentiellen Beitrag zur Steigerung des österreichischen Marktanteils am internationalen Tourismus. Das Gesamtbudget 2011 beläuft sich derzeit auf rund 50 Mio. Euro.

Pluspunkte der Lösung

  • unternehmensweite Vereinheitlichung und Standardisierung von Geschäftsinformationen
  • Steigerung der Aussagekraft von Diagrammen, was zu fundierten Entscheidungen führt
  • Pragmatischer ansatz (Methodik + Software)
  • Rasche Umsetzung mit zeitnahen Projektfolgen

Diagramme werden erstellt um zu informieren, dienen aber auch als Grundlage, um Entscheidungen zu treffen – was wiederum mit dem Themenkomplex Business Intelligence zusammenspielt. Je eindeutiger und aussagekräftiger so ein Chart ausfällt, desto leichter fällt es, Entscheidungen zu treffen.

 

Dr. Albert Hacker, Leiter IT, Österreich Werbung

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