Banken-Symposium Wachau: Der Kunde – das unbekannte Wesen.

Der Kunde – das unbekannte Wesen – das war das Motto beim zweiten Banken-Symposium Wachau (BSW) am 4. Mai. Rund 150 Teilnehmer aus allen österreichischen Banksektoren und Regionen gingen der Fragestellung nach, was sich die Kunden wirklich wünschen und wie man das erkennen kann.

Rund 150 Teilnehmer aus allen österreichischen Banksektoren und Regionen trafen sich am 4. Mai zum zweiten Banken-Symposium Wachau (BSW), um dem Thema nachzugehen, was die Kunden den wirklich wünschen und wie man das erkennen kann. Entsprechend lautete der Titel: „Der Kunde – das unbekannte Wesen.“ Durch das Programm führte Mario Offenhuber, Initiator und Veranstalter des BSW, für das er verschiedene Themenblöcke vorbereitet hatte und interessante Referenten aus Theorie und Praxis jeweils in Zweierteams „in den Ring schickte“:

 

Fokus „Open Innovation/Co-Creation“

Prof. Dr. Alexander Rossmann, Professor für Marketing und Vertrieb an der Hochschule Reutlingen bot interessante Einblicke in welcher Form die Einbindung der Kunden in die Entwicklung von Produkten bereits stattfindet und wie sich dies auf die Umsatzentwicklung der neu kreierten Produkte auswirkte.

Dr. Jan Fischer, Geschäftsführer der innosabi GmbH in München überraschte mit weiteren Beispielen aus der Open-Innovation Praxis. Die anschließende Fragerunde wurde durch ein Wurf-Mikrofon „angekurbelt“. Die Aktivität der Symposiums Teilnehmer blieb im weiteren Tagesverlauf auf hohem Niveau und bestätigte das Interesse an den Themen.

 

 

Fokus „Big Data“

Prof.(FH) Dr. Wolfgang Aigner, Leiter des Insituts für CreativeMedia/Technologies, Fachhochschule St. Pölten ließ das Publikum anschaulich daran teilhaben, welchen Unterschied die Art der Aufbereitung von Informationen auf den Betrachter auslöst. Schnell war klar, dass das menschliche Gehirn für die Interpretation von Bildern geschaffen ist und diese der tabellarischen Darstellung von Zahlen bzw. von Punktwolken weit überlegen ist.

 

Gernot Molin, Geschäftsführer pmOne Analytics GmbH, gab einen Einblick in praktische Anwendungen der neuen Technologien und daraus abgeleiteter Effekte in Form von gesteigerten Umsätzen, reduzierten Abmeldungen von Newslettern und erhöhten Bestellvolumina. Das rege Interesse darauffolgend an unserem Stand hat gezeigt: Wir sind am „Puls der Branche“. Das Thema ist in aller Munde, das Interesse an konkreten Ansatzpunkten ist groß. Der Hinweis von Gernot Molin, dass es sich bei diesen Werkzeugen um keine „Wunderwaffen“ handelt und man nicht damit rechnen darf, dass alleine der Einsatz der Technologie gewünschte Effekte erzielt, kam bei den Zuhörern an. Wenn es auch nach Eigenwerbung klingt, der Rat ist gut gemeint: Vertrauen Sie auf einen Experten mit entsprechender Erfahrung und machen Sie erste „kleine“ Schritte!

 

Diskussion: Customer Experience im 21. Jahrhundert:

Was darf der Kunde künftig von seiner Bank erwarten?
Dr. Susanne Höllinger, Vorstandsvorsitzende Kathrein Privatbank AG
Stefan Lamprecht, Division Director Banking, Sopra Steria Consult,
Dr. Thomas Puschmann, Direktor Swiss Fintech Innovation Lab, Universität Zürich

Moderation: Dr. Barbara Aigner, Geschäftsführerin emotion banking

 

Die sehr anregend geführte Diskussionsrunde bot ein divergierendes Bild: auf der einen Seite, das Credo des „unersetzbaren“ persönlichen Beratungsgespräches und auf der anderen Seite, der unbändige Glaube an die Technologie und den damit verbunden rasanten Wandel einer gesamten Industrie, bei der sich jeder Anbieter überlegen muss, wofür er steht und mit welchen Kernkompetenzen er welchen Teil der Wertschöpfungskette in Zukunft besetzen möchte. Wie bereits auf der Handelsblatt Tagung „Banken im Umbruch“ im Vorjahr ist der Rückschluss naheliegend: es wird kein „entweder oder“, sondern ein „sowohl als“ auch bedürfen, um die Herausforderungen im Wandel der Zeit und des Kundenverhaltens zu bewältigen!

 

„Fintech-Rap“

Arvato Financial Solutions, Dietmar Rupp, Key Account Manager Finance & Payment
baningo, Mag. Maximilian Nedjelik, Co-Founder, Geschäftsführer
cashpresso, Daniel Strieder, CEO

 

Das Klima hat sich geändert: galten die „jungen Wilden“ vor nicht allzu langer Zeit noch als Bedrohung für die etablierten Banken, so hat sich mittlerweile eine Koexistenz herausgebildet. Das Angebot von neuen mobilen Dienstleistungen durch die Fintechs wird in das Angebot der Banken aufgenommen. Voraussetzung dafür ist, dass es die Banken schaffen, neben den bestehenden Legacy-Systemen eine flexible Plattform zu schaffen, die es erlaubt, neue User-Interfaces rasch dem Kunden zugänglich zu machen.

 

 

Fokus „Kundenorientierung“

Future Customer ((Non-)-Bank)-Interaction, Dr. Thomas Puschmann, Direktor Swiss Fintech Innovation Lab, Universität Zürich

Kundenvertrauen als wichtigstes Asset einer Bank, Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Generaldirektor Oberbank

Der Trend reißt nicht ab – nur wer am Kunden dran bleibt hat zukünftig eine Chance; für die Verbindung von Informationen aus dem Netz zur Generierung neuer Geschäftsmöglichkeiten gibt es scheinbar keine Grenzen; wenn der Datenschutz nicht doch (je nach Auslegung) diese vorgibt. Wettbewerbsverzerrungen könnten sich daraus ergeben: eine „zu enge“ Auslegung lässt Geschäftschancen ungenutzt, während sich Google, Amazon und Facebook mit einer sehr großzügigen Auslegung als neue Anbieter positionieren...

 

...und darauffolgend prallten die „alte“ und die „neue“ Bankenwelt wieder aufeinander: interessant war es zu hören und zu sehen, dass der „ungewöhnliche“ Weg der Oberbank mit einer offensiven Expansionspolitik in Verbindung mit kosteneffizienten Prozessen zu einem nachhaltigen Ergebnisanstieg führen kann – gerade die Finanzkrise hat gezeigt, dass Kunden die Seriosität und Verlässlichkeit schätzen – Vertrauen zählt!

 

Schlussendlich gab es einen „versöhnlichen“ Ausklang bei einem Gläschen Wachauer Grüner Veltliner auf der Terrasse des Stifts Göttweig; einige Teilnehmer nahmen noch das Angebot einer Stifts-Führung an; eine gelungene Veranstaltung mit beeindruckendem Rahmen....

 

Für uns bestätigte sich der Eindruck: pmOne: gut aufgestellt, um Banken-Bedürfnisse zu adressieren

Bei pmOne haben wir uns auf die Bedürfnisse des Banken- und Versicherungssektors ausgerichtet: Big Data/Predictive Analytics, integrierte Finanzarchitektur sowie Szenario- und Simulationsmöglichkeiten, FinRep und CoRep: Das sind alles Themen, die den Banken unter den Nägeln brennen. Mit einer Lösung zu IFRS 9 runden wir unser Angebotsspektrum zusätzlich ab. Wir freuen uns, wenn wir unseren Bankkunden als kompetenter Partner zur Seite stehen und unser Know-how rund um Business Intelligence, Performance Managemet und Big Data einsetzen können, um gemeinsam die anstehenden Herausforderungen anzugehen.

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:

Gernot Molin

Senior Vice President - Advanced Analytics

pmOne AG

Gernot Molin ist Senior Vice President Advanced Analytics bei der pmOne AG sowie Geschäftsführer der pmOne Analytics GmbH. Vor mehr als 15 Jahren im Business-Intelligence-Markt gestartet, fokussiert er sich seit einiger Zeit auf Advanced Analytics und Big Data. Gefragt ist seine Fachkompetenz insbesondere bei Unternehmen, die eine konzernweite Big Data-Strategie entwickeln wollen sowie bei der Konzeption und Einführung von Lösungen im Umfeld Advanced Analytics und Data Science. Erfolgreiche Projekte hat Gernot Molin unter anderem bei runtastic, Roche, Novartis und Henkel realisiert.

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Heimo Teubenbacher

Senior Account Manager

pmOne AG

Heimo Teubenbacher hat in seiner 25-jährigen Bankenkarriere mit Schwerpunkt im Bereich Finance & Risk im Private Banking, Asset Management, Retail- und Hypothekarsgeschäft gearbeitet. Seit seinem Wechsel zur pmOne, wo er als Senior Account Manager vorzugsweise Banken und Versicherungen betreut, bringt er seine Erfahrung in Projekte für Planung, Reporting und Konsolidierung ein.

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