Wenn der Hula Hoop Hype in der digitalen Welt entstanden wäre…

Wenn der Hula Hoop Hype des Jahres 1958 in der digitalen Welt entstanden wäre, würden alle Hula-Hoop-Besitzer von Orthopäden und dem Playmobil-Hersteller mit Reklame zugemüllt. Und Pokémon Go wäre uns vielleicht erspart geblieben.

Als Nicht-Digital-Native weiß ich, dass es auch vor Pokémon Go bereits Hypes gab, deren Anlass und Ausmaß die westliche Gesellschaft erstaunte. Der Hula-Hoop-Reifen wurde 1958 „gestützt auf eine nationale Marketing-Kampagne in weniger als vier Monaten“ 25 Millionenmal in den USA für knapp 1,98 US-Dollar verkauft (zitiert nach Wikipedia). Zum Vergleich: 1958 gab es in den USA nur 174, 9 Millionen Einwohner – heute sind es etwa 320 Millionen. Und die 1,98 US-Dollar von 1958 wären heute durch die Inflation etwa 17 US-Dollar. 

 

Fun Fact: In Deutschland wurde der Hula-Hoop-Reifen vom späteren Playmobil-Hersteller geobra Brandstätter produziert. Und auch im Jahre 2016 gibt es noch Veranstaltungen für Hula-Hoop-Fans.

 

Natürlich gab es schon damals Bedenkenträger, die vor diesem Spaß mit dem Reifen, der generationsübergreifend genossen wurde, warnten. Suchtpotenzial und mögliche Gesundheitsschäden waren sicherlich zwei der genannten Argumente, auch wenn ich die Bandscheibenschäden, die laut Wikipedia bei älteren Hula-Hoopern vermehrt behandelt wurden, als „urbane Legende“ ansehe.

 

Wenn der Hula Hoop in der heutigen digitalen Welt entstanden wäre, würden die Hula-Hooper wahrscheinlich freiwillig und ohne es zu wissen, beim Downloaden der App zur Herstellung des Reifens im eigenen 3D-Drucker viele ihrer persönlichen Daten hinterlassen haben. Diese Daten wären später an Orthopäden und Physiotherapeuten verkauft worden, die ihre Behandlung dieser Bandscheiben-gefährdeten Zielgruppe angeboten hätten. Außerdem wäre Hula-Hooper der kostenfreie Download einer Playmobil-App angeboten worden. Diese erlaubt es beim Hoola-Hoopen und gleichzeitigem Swipen auf dem Smartphone, die neuesten Playmobil-Figuren zu „gewinnen“, die man sich dann im 3D-Drucker selber ausdrucken kann. Ältere Hula-Hooper schenken die Figuren an speziellen Tagen ihren Kindern, Patenkindern und Enkeln, und natürlich gibt es eine Tauschbörse, … aber jetzt bin ich schon wieder in der analogen Welt. 

 

 

Wir sind mitten drin in der Digitalisierung – nicht nur dabei

In der heutigen digitalen Welt gibt es also den Pokémon Go Hype. Ich finde ihn in vielerlei Hinsicht spannend und die Pokémon-Jäger sind an vielen Orten eine überraschende Bereicherung des Straßenbilds. Wie zu erwarten, gibt es Bedenkenträger, die vor hohem Suchtpotenzial und versteckter Werbung warnen. „Grundsätzlich sei es gefährlich, gesteuerte Spielwelten über die reale Welt zu legen, die dadurch zwangsläufig aus dem Blick gerate“, sagt die „Arbeitsgruppe Medienpädagogik des Nordenhamer Präventionsrates“. Deswegen ist die Stadtbücherei Nordenham folgerichtig zur „pokémonfreien Zone“ erklärt worden. Nein, das ist keine von mir ausgedachte Satire, sondern steht so in der Nordwest-Zeitung

 

Ich stelle die These auf, dass der Pokémon Go Hype die Welt verändern wird: Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind durch dieses Spiel in der Gesellschaft seit den „historischen Tagen des Juli 2016“ angekommen. Thomas Knüwer schreibt in einem Blog-Eintrag auch, dass die Medien in Deutschland „digitalsensibler“ werden. Apropos "digitale Sensibiltät": IT-Mitarbeiter in Unternehmen berichten, dass unlängst sogar der CEO nach längerer Zeit ihre mitunter etwas unaufgeräumten Büros unangekündigt betreten hat: mit dem Smartphone vor der Nase auf der Suche nach Pokémons.

 

Und was Unternehmen von Pokémon Go lernen können, wird bereits wenige Wochen nach der Veröffentlichung dieses Handy-Spiels in Fachpublikationen erläutert.

 

Meine Prognose: Auch in 58 Jahren wird es Pokémons geben, so wie es heute noch Hula Hoop und Hula-Hooper gibt. Und die Digitalisierung ist so selbstverständlich wie die Eisenbahn oder der Tonfilm. Dass es Bedenken und Bedenkenträger gibt, ist menschlich.

 

Bereits zur ersten Eisenbahn in Deutschland 1835 gab es kritische Stimmen: Ärzte warnten vor Krankheiten, wie beispielsweise einer Lungenentzündung durch den Fahrtwind. Und die Passagiere würden bei dem Tempo durch den Anblick der vorbeirauschenden Landschaft bewusstlos oder wahnsinnig. Außerdem vergifte der Qualm Mensch und Vieh (zitiert nach Nuernberginfos). Der bekannteste Bedenkenträger gegen den Tonfilm war der wohl größte Star des Stummfilms: Charlie Chaplin sperrte sich Mitte der 1920er Jahre lange Zeit gegen den Siegeszug der neuen Technik.

 

Wie steht pmOne zum Hula-Hoop-Hype und zu Pokémon Go?

Also ein Bezug von Hula Hoop zur pmOne herzustellen, ist wirklich schwierig. Aber wer schon vor oder mit Pokémon Go verstanden hat, dass sein Unternehmen eine digitale Transformation benötigt, der ist bei pmOne richtig. Wir unterstützen die Digitalisierungsstrategien unserer mehr als 500 Kunden. Dazu bieten wir zum Beispiel Lösungen für das digitale Marketing ebenso wie für Manufacturing Analytics und Machine Analytics. Business Intelligence und Big Data sind bei uns keine Schlagworte, sondern Teil der Unternehmens-DNA. Und wer neue digitale Geschäftsmodelle mal durchrechnen möchte, dem helfen wir mit unseren Lösungen für Unternehmensplanung und Konsolidierung.

 

Sprechen Sie mit uns. Denn unsere Mission lautet: Wir machen #Datenversteher und unsere Kunden zu Digitalisierungsgewinnern. 

 

P.S.: Erinnern Sie sich noch an den Tamagotchi-Hype im Jahre 1996?