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Tagetik eröffnet Kistler Group neue Einblicke in die Geschäftsentwicklung

Die Lösung im Überblick

Im Finanzbereich von Kistler Group ist ein neues Zeitalter angebrochen. Die organisatorische Umstellung auf eine Divisionsstruktur ging einher mit der Einführung einer neuen Planungslösung auf Basis von Tagetik. Höhere Datengranularität und neue Auswertungsmöglichkeiten brachten einen Qualitätsschub beim Reporting. Für Erleichterungen bei der Bedienung der neuen Anwendung sorgen eine stringente Prozessführung und weitgehende Automatisierungen. Dazu zählt auch die Anbindung der SAP-Vorsysteme. Wenn Kistler Group die Rechnungslegung auf SWISS GAAP FER umstellt, wird Tagetik als einheitliche Technologie-Plattform zudem für die Konzernkonsolidierung genutzt.

 

Get Better – das Firmenmotto von Kistler Group war auch Antrieb für ein umfangreiches Projekt im Finanzbereich. Die Firmengruppe mit Sitz im schweizerischen Winterthur hat es binnen 50 Jahren geschafft, sich von kleinsten Anfängen zu einem heute weltweit tätigen Unternehmen der High-End-Messtechnik mit breitem Produkt- und Systemangebot zu entwickeln. Neben 500 Mitarbeitern in der Schweiz beschäftigt Kistler Group weitere 700 Menschen auf verschiedenen Kontinenten und ist mit 30 Gesellschaften in weltweit 30 Ländern vor Ort präsent.

 

Die Firmengeschichte des Weltmarktführers für dynamische Messtechnik ist geprägt von visionärem Denken und Umsicht, Festhalten an Bewährtem, aber auch dem Aufbruch zu neuen Ufern. Seine technologische Führungsrolle ist auch auf permanente Bemühungen zurückzuführen, sich an den Gegebenheiten des Markts und an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren. Vor diesem Hintergrund hat sich das Unternehmen mit „Kistler Next“ ab 2011 eine neue Organisationsstruktur verordnet.

 

Hand in Hand mit den strukturellen Änderungen sollte auch ein neues Planungsinstrument eingeführt werden. Konzeptionelle Unterstützung holte sich Kistler Group dafür bei Horvàth & Partner, die auch mehrere Software-Anbieter für die Implementierung vorgeschlagen hatten. „Uns war der Einplattform-Gedanke wichtig“, erinnert sich Daniel Uhr, Head of Corporate Controlling der Kistler Group, an den Auswahlprozess. Die neue Software musste also nicht nur die spezifischen Planungsanforderungen erfüllen. Gefragt war zugleich ein leistungsfähiges Reporting- und Konsolidierungsinstrument, das allen Belangen einer weltweit operierenden Unternehmensgruppe gerecht wird. Die Wahl fiel auf Tagetik. „Überzeugt hat uns insbesondere die Professionalität sowie die Vielseitigkeit der Software, weil sie das gesamte Spektrum der Aufgaben im Finanzbereich abdeckt“, so Daniel Uhr.

Pluspunkte der Lösung

  • Einheitliche Plattform für unterschiedliche Anforderungen des Finanzbereichs
  • Sichere Planung durch stringente Prozessführung und weitgehende Automatisierungen
  • Qualitätsgewinn durch zuverlässige Ergebnisse und neue Auswertungsmöglichkeiten

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Neue Wege in der Planung

Das Projektteam, bestehend aus Mitarbeitern von Kistler Group und Beratern von pmOne, konzentrierte sich zunächst auf die Realisierung des Planungskonzepts. Gemeinsam haben sie eine Mittelfristplanung (Zeithorizont drei Jahre), ein Target Setting (Jahresplanung) und einen rollierenden Forecast (16 Monate) aufgesetzt. Dabei galt es, nicht nur die organisatorischen Änderungen zu berücksichtigen, sondern man wollte, abrückend von der rein finanziellen Planung, auch inhaltlich neue Wege gehen. Neben der Umsatz- und Kostenplanung sieht das neue Konzept auch eine automatisierte Herstellkostenberechnung vor, bei der die tatsächlich anfallenden Kosten (ohne Intercompany-Verflechtungen) der Produktion abgebildet und auf die Umsatzkostenträger verteilt werden.

 

Einen ersten Funktionstest hatte Tagetik im Herbst 2012 zu absolvieren, als die Planung für das kommende Geschäftsjahr anstand. Im Frühjahr 2013 folgte die Schulung der Controller aus den Tochtergesellschaften sowie ein erster Forecast. In der zweiten Runde waren die dezentralen Anwender bereits selbstständig in der Lage, die Daten einzugeben und das System zu bedienen. Ein erstes Fazit: „Wir haben jetzt ein Tool, das uns dabei unterstützt, sehr strukturiert zu planen. Die klar definierte Vorgehensweise erlaubt es nicht mehr, dass Schattenstrukturen aufgebaut oder nachträglich Änderungen vorgenommen werden. Das ist ein großer Vorteil, der uns Prozesssicherheit gibt. Dazu zählt auch, dass wir über ein Cockpit zentral jederzeit über Status und Fortschritt informiert sind“, erläutert Daniel Uhr. Schöner Nebeneffekt: Durch das stringente Vorgehen sind zugleich die Verantwortlichkeiten klar geregelt.

Schnell zur Deckungsbeitragsrechnung

Die Kistler Group ist in drei Divisionen (Automotive Research & Test, Industrial Process Control und Sensor Technology) unterteilt, die sich wiederum in strategische Geschäftsfelder gliedern. Das Programm „Kistler Next“ ist darauf ausgelegt, die Divisionen mehr in den Fokus zu rücken und basiert auf dem Wunsch, die Geschäftsentwicklung auch unter einem regionalen Blickwinkel verfolgen zu können. Dies geschieht organisatorisch mittels einer Matrixorganisation, also einem Mehrliniensystem, das sowohl nach Funktionsbereichen wie Beschaffung, Produktion, Marketing als auch nach Objekten – beispielsweise Märkte, Produkte oder Regionen – gegliedert ist. Aus Sicht des Controllings war es durchaus ein Wagnis, parallel zur umfassenden organisatorischen Neuausrichtung auch noch eine neue Software einzuführen. Die Gründe, es doch zu tun, waren ganz praktischer Natur: „Tagetik macht es überhaupt erst möglich, die neue Struktur abzubilden. Mit den vorhandenen Systemen wäre das völlig unmöglich gewesen“, ist Daniel Uhr überzeugt.

 

Nach einer Umstellungs- und Eingewöhnungsphase zeigt sich jetzt, dass nach der Neuausrichtung die Workflow-Unterstützung besser geworden ist. „Dass wir durch die Prozesse geführt werden, gibt uns eine durchgängige Sicherheit – auch in einem qualitativen Sinne, weil wir zu verlässlicheren Ergebnissen kommen. Zudem trägt die weitgehende Automatisierung erheblich zur Vereinfachung bei“, resümiert Controlling-Leiter Uhr.

Weil die Planung sehr viel umfangreicher und damit auch aufwändiger geworden ist, stand das Thema Zeiteinsparung für ihn nicht im Vordergrund. Doch nachdem die systemischen Voraussetzungen geschaffen worden sind, erwartet er auch einen wesentlich geringeren Aufwand bei künftigen Planungsrunden. Der größte Nutzen allerdings liegt für ihn in qualitativen Verbesserungen. So sei die Planung weit aussagekräftiger geworden und eröffne neue Möglichkeiten. Neben der Darstellung der Intercompany-Beziehungen seien die positiven Effekte vor allem auf die Zusammenführung von Umsatz und Kosten zurückzuführen. „Wir haben unsere inhaltlichen Ziele erreicht: Rasch zu einer Deckungsbeitragsrechnung in der Planung zu gelangen, war uns sehr wichtig.“

Qualitativ aufgewertetes Berichtswesen

Dem Kreis der Berichtsempfänger, dem neben der Geschäftsleitung auch Produktmanager, Geschäftsfeldleiter sowie General Manager angehören, eröffnen sich damit neue Einblicke in die Geschäftsentwicklung. Bildeten zuvor Umsatz und Ergebnis die Eckpfeiler des Berichtswesens, geht es jetzt weit tiefer ins Detail. So kann die Deckungsbeitragsrechnung bei Bedarf bis auf die Ebene lokaler Gesellschaften heruntergebrochen werden und steht zudem in einer höheren Frequenz zur Verfügung – selbstverständlich abrufbar per Web. Neben der höheren Datengranularität macht es Tagetik erstmals möglich, Werte einander gegenüberzustellen und Vergleiche heranzuziehen, wodurch sich vielfältige Nutzungsmöglichkeiten ergeben. Auch an der Darstellung des Berichtswesens wurde gefeilt. Hier kam cMORE/XL zum Einsatz, über das Richtlinien und Prinzipien des Information Designs im Kistler Reporting verankert werden konnten. Daraus resultiert eine optimierte und eingängige grafische Darstellung, die es den Lesern ermöglicht, Information besser und schneller zu erfassen.

 

Schritt für Schritt soll nun das Potenzial ausgeschöpft werden, das Tagetik als einheitliche Plattform sonst noch zu bieten hat. Derzeit beschäftigt sich das Projektteam mit der Anbindung der Vorsysteme für die Ist-Daten. Keine ganz einfache Aufgabe angesichts der inhomogenen ERP-Landschaft der Kistler Group. Ziel ist es, über cMORE/Connect sukzessive alle Gesellschaften, die mit SAP arbeiten, anzubinden. Vorteil: Sie müssen keine Ist-Angaben mehr machen, sondern die Werte werden automatisiert in Tagetik hochgeladen. Lediglich die Daten der übrigen Töchter werden dann noch separat abgefragt. Und nachdem sich Tagetik bei Planung und Reporting bewährt hat, ist es auch für die Konsolidierung gesetzt. Hier steht die nächste Herausforderung bevor, wenn in 2014 die Rechnungslegung auf SWISS GAAP FER umgestellt wird.

„Ausgezeichneter“ CFO verlässt sich auf pmOne und Tagetik

Vervielfachung des Umsatzes, Akquisition diverser Unternehmen und Gründung von Tochtergesellschaften auf verschiedenen Kontinenten – was der Finanzbereich von Kistler Group in den vergangenen Jahren gestemmt hat, verdient Anerkennung. Dieser Meinung waren auch die rund 440 Finanzchefs, die dem CFO Forum Schweiz angehören. Bei ihrem alljährlichen CFO Day im Herbst 2012 wurde Roger Willi, CFO der Kistler Group, zum „CFO of the Year“ gekürt. Zum Erfolgsrezept von Roger Willi, der den Expansionskurs seines Unternehmens maßgeblich mitbestimmt hat, gehören: Ein tolles Team, eine erfolgreiche Firma und nicht zuletzt gute BI/CPM-Berater. Frisch gekürt hat es der Finanzchef deshalb auch nicht versäumt, seinen pmOne-Ansprechpartnern ein Dankesschreiben zuzustellen: „Ich möchte mich auch bei Ihnen und Ihrem Team für die gute Zusammenarbeit bedanken.“ Und mit der einheitlichen und flexiblen Software-Plattform, über die Kistler Group nun mit Tagetik verfügt, steht aus Sicht des Finanzbereichs einer Fortsetzung der „Erfolgsstory Kistler“ nichts im Wege.

Kundenprofil

Die Kistler Gruppe zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Druck-, Kraft-, Drehmoment- und Beschleunigungssensoren sowie darauf abgestimm- ter Elektronik und Software. Die Technologie von Kistler wird zur Analyse physikalischer Vorgänge und zur Regelung und Optimierung industrieller Prozesse eingesetzt. Die 1959 in Winterthur gegründete Kistler Gruppe ist ein Schweizer Unternehmen in Privatbesitz. Rund um die Welt beschäftigt die Kistler Gruppe in 30 Gruppengesellschaften 1200 Mitarbeitende.

Tim Erben
Head of Digital Marketing
pmOne AG
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Tim Erben