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Unternehmensplanung in CCH® Tagetik erhöht Transparenz der Zahlen und Geschwindigkeit der Abläufe

Unternehmensplanung in CCH® Tagetik erhöht Transparenz der Zahlen und Geschwindigkeit der Abläufe

Die Lösung im Überblick

Bei Bürkert, einem global tätigen Hersteller von Prozesstechnik für die Steuerung von Flüssigkeiten und Gasen, wurde mit Hilfe der Software-Lösung CCH® Tagetik ein neues Fachkonzept für die Unternehmensplanung umgesetzt. Besonderheiten des Projekts sind die Einbindung der vorhandenen SAP-Systeme über ein Financial Data Warehouse sowie die Einbindung der Investitionsplanung inklusive des Genehmigungsprozesses. Im Ergebnis verbessert die integrierte Unternehmensplanung bei Bürkert die Unternehmenssteuerung durch mehr Transparenz und Geschwindigkeit.

 

Bei Bürkert Fluid Control Systems begann das Finanzcontrolling im Jahr 2014 damit, den Planungsprozess über alle Konzerngesellschaften hinweg zu vereinheitlichen. Vordringliche Ziele dabei waren sowohl die Realisierung eines neuen Fachkonzepts als auch die Erneuerung von bestehenden Lösungen für die Finanzplanung und die Investitionsplanung bei internationalen Tochtergesellschaften. Natürlich sollte auch der Planungsprozess optimiert werden – unter anderem durch die Harmonisierung des Planungskalenders und den Wegfall manueller Tätigkeiten bei Dateneingabe und Datentransfer. Mit dem fertigen Fachkonzept startete das Projektteam unter Leitung des CFO, Dr. Udo Gais, die Suche nach einem Software-Lieferanten. Nach intensiven Proof of Concepts, in der die exemplarische Abbildung komplexer Sachverhalte gefragt war, fiel die Entscheidung klar zugunsten von CCH® Tagetik aus.

 

Hauptgrund: die Kombination aus den in CCH® Tagetik vorhandenen Standardmodellen für die integrierte Unternehmensplanung oder die Berechnung von Abschreibungen und den flexiblen Anpassungsmöglichkeiten für spezifische Anforderungen von Bürkert bei der Investitionsplanung.

Pluspunkte der Lösung

  • Standardlösung für integrierte Unternehmensplanung
  • Automatisierung bei der Investitionsplanung
  • Vorgabe und Überwachung des Planungsprozesses

Webinare zu Unternehmensplanung

Besonderheiten SAP-Integration und Investitionsplanung

Erste Besonderheit ist die Systemarchitektur für die Unternehmensplanung: Daten aus den operativen SAP-Systemen werden in ein „Financial Data Warehouse“ überführt. Aus einem bereits vorhandenen Planungstool kommen auch die Daten der Vertriebsplanung auf Profit Center- und Monatsbasis in das Data Warehouse. Die gesamte Kostenplanung auf Kostenstellen, die Planungen für die GuV (auf Profit Center und Gesellschaften) sowie die Bilanz werden dann in CCH® Tagetik erstellt. Dabei nutzen die Konzerngesellschaften 13 verschiedene Kontenpläne, die in CCH® Tagetik in einem zentralen Kontenplan zusammengefasst sind. So sind die Planung auf lokalen Konten und ein einheitlicher Überblick über alle Gesellschaften möglich. Die fertige Planung wird schließlich aus CCH® Tagetik exportiert und über das Financial Data Warehouse in die SAP-Systeme und die bestehende Konsolidierungslösung zurückgeschrieben bzw. dort weiterverarbeitet.

 

Die Planung bei Bürkert wird dreimal im Jahr durchgeführt und zwar als Spring Forecast im April/Mai sowie im September/Oktober zeitgleich als Autumn Forecast und als Budget für das Folgejahr. Bei der Investitionsplanung wird jede Investitionsposition einer Investitionsart (Anlagenklasse), einer Investitionsgruppe und falls notwendig einem Investitionsprogramm zugeordnet, in jeder Phase werden Planwerte angepasst. Alle drei Klassifizierungen werden durch Hierarchien abgebildet und stehen entsprechend im Reporting zur Verfügung.

 

Die Plan-Abschreibungen für die Investitionsplanung werden – im Anschluss an einen Genehmigungsprozess - nach drei unterschiedlichen Verfahren auf Basis der genehmigten Planwerte in CCH® Tagetik berechnet: erstens nach den Vorschriften für die Rechnungslegung im Land der Konzerngesellschaft (Local GAAP), zweitens nach den Vorschriften des HBG für die Konzernrechnungslegung und drittens nach unternehmensinternen kalkulatorischen Regeln. Diese werden automatisiert in die Kostenplanung und darüber direkt in die GuV übernommen. Zudem fließen die Zugänge und die Abschreibungen direkt in das Anlagevermögen und somit die Bilanz ein. Folglich ist die Investitionsplanung vollständig in die weiteren Schritte der Finanzplanung integriert. Nach der finalen Freigabe wird die Investitionsplanung automatisch in die nächste Planung überführt, sodass die genehmigten Planzahlen dort als Basis dienen.

 

Zudem wird für jede Planposition automatisch ein Investitionsauftrag im SAP System erzeugt. Dafür bekommt jede neu in CCH® Tagetik geplante Investitionsposition beim Speichern des Eingabeformulars eine vom System erzeugte Nummer, die in SAP weiterverwendet wird.

Anwender in internationalen Konzerngesellschaften

Die neue Planungslösung in CCH® Tagetik wird international bei über 35 Konzerngesellschaften von den Controllern genutzt. In den produzierenden Einheiten sind außerdem rund 150 weitere Manager, die Kostenstellen oder Investitionen verantworten, Anwender von CCH® Tagetik. Der Planungsprozess kann mit den vielfältigen Möglichkeiten in CCH® Tagetik zur Beschreibung von Bearbeitungsworkflows genau vorgegeben und überwacht werden. So ist festgelegt, welche Gesellschaft welche Formulare verwendet und es kann auf die Unterschiede der Unternehmen eingegangen werden.

 

CFO Dr. Udo Gais fasst den Nutzen aus der neuen Planungslösung wie folgt zusammen: „Nach den ersten Planungsrunden bin ich sehr zufrieden: Unsere Planung war noch nie so transparent wie jetzt. Besonders überzeugt hat mich, dass wir das System im Fachbereich administrieren und weiterentwickeln können.“ Die Aufgaben des Berater-Teams der pmOne im Projekt waren eine intensive Konzeptionsberatung, Unterstützung bei Erstellung der Erfassungsmasken im Excel- Client von CCH® Tagetik, Coaching im Bereich Reporting, die technische Konzeption und Einbindung von CCH® Tagetik in die bestehende Systemlandschaft sowie Schulungen. Durch den Coachingansatz können viele Anpassungen nun direkt von Bürkert durchgeführt werden.

 

Florian Konath, Projektverantwortlicher bei Bürkert, freut sich nach dem Go-Live des Projektes im September 2015 über mehr Standardisierung durch einheitliche Planungsansätze. Die Eingabemasken für die Kosten- und GuV-Planung sind zwar gleich aufgebaut, können aber auch nach den Planungsanforderungen der verschiedenen Gesellschaften differenziert werden. Der Abstimmungsaufwand sei durch die automatische Berechnung der Abschreibungen und Umlagen geringer geworden. Für das Reporting gäbe es nun eine einheitliche Datenbasis, sodass jetzt schnell Übersichten über alle Gesellschaften erstellt werden können. „Dazu kommen Möglichkeiten für Ad-hoc-Berichte zur Beantwortung detaillierter Fragestellungen und die einfache Kommentierung von Planzahlen. Mit der neuen, einheitlichen Standardlösung für die Unternehmensplanung gibt es – wie erhofft - weniger Schnittstellen als zuvor“, berichtet der Projektverantwortliche Konath.

Kundenprofil - Bürkert Fluid Control Systems

Das Unternehmen Bürkert Fluid Control Systems ist ein weltweit führender Hersteller von Mess-, Steuer- und Regelungssystemen für Flüssigkeiten und Gase. Seit 70 Jahren kreisen die Gedanken bei Bürkert um Flüssigkeiten und Gase. An über 30 Standorten weltweit erzielen rund 2600 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von zuletzt über 436 Millionen Euro.

Florian Schwaiger
Senior Account Manager
pmOne AG
Freisinger Str. 9
85716 Unterschleißheim
+49 89 4161761-0
Florian Schwaiger