Visuelle Dimensionen als Leitplanken im Reporting

Warum ist es sinnvoll, visuelle Dimensionen im Berichtswesen einzusetzen? Ganz einfach: Wer die Farb- und Formensprache beherrscht und in sein Reporting einfließen lässt, dessen Berichte haben einen höheren Wiedererkennungswert und sind auf Anhieb besser verständlich.

Der Begriff „Dimension“ wird im Business Intelligence Umfeld normalerweise immer mit den Datendimensionen in Verbindung gebracht. Nicht umsonst sind es multi-dimensionale Datenbanken, die all die Daten für Analyse und Auswertung zur Verfügung stellen.

Das Ergebnis der Analysen wird für gewöhnlich in Berichten zusammengefasst. Hierbei ist es empfehlenswert, bei der Darstellung der Inhalte visuelle Dimensionen zur Strukturierung zu nutzen. Diese Dimensionen lassen sich aus den vorhandenen visuellen Freiheitsgraden ableiten und beziehen sich auf die Anordnung und Darstellung der verwendeten Elemente.

 

Diese Unterscheidungsmerkmale können unterschiedlich kombiniert und so zur Darstellung der Datenstrukturen genutzt werden. Der häufigste Anwendungsfall liegt hierbei sicherlich in der Erstellung von Diagrammen, die wiederum durch Kombination einzelner Unterscheidungsmerkmale eine Art Notation oder auch Syntax erhalten. Aber auch sogenannte „Heatmaps“ basieren auf der Kombination der genannten Möglichkeiten. Hier werden Kennzahlen über die Parameter Farbe, Farbintensität, Form und Formgröße abgebildet, so dass der Betrachter schnell Muster oder Auffälligkeiten in einer sehr komprimierten Darstellung erkennen kann. Allerdings ist es bei dieser Darstellungsform nicht möglich, Ursachen zu beschreiben oder die exakten Werte zu erkennen. Weiterhin ist das Erscheinungsbild sehr stark von den gewählten Grenzwerten abhängig.

 

 XLCubed Heatmap

Ziel dieser „Farb- und Formensprache“ ist es, einen hohen Wiedererkennungswert zu generieren und so den Inhalt der Visualisierungen schnell zu erkennen. Dies hilft beim Lesen der Berichte, da man nicht ständig überlegen und prüfen muss, welche Form oder Farbe welche Bedeutung hat. Legenden werden überflüssig und die Aufmerksamkeit kann sich auf den eigentlichen Sachverhalt fokussieren.

Ein Beispiel, das in den pmOne Reporting Lösungen immer wieder zum Einsatz kommt, ist die von Dr. Hichert empfohlene „Stecknadel“ Symbolik für Prozentzahlen. Hiermit erhalten relative Abweichungen eine eindeutige Symbolik und sind so klar und leicht verständlich und von absoluten Werten zu unterscheiden. Sowohl in einem Diagramm als auch in einer Tabelle lässt sich diese Notation einfach einsetzen und hat bereits viele Berichtsempfänger überzeugt.

Dieser Diagrammtyp ist leider kein Excel-Standard. Allerdings bietet cMORE/XL, die Softwarelösung zur einfachen und unternehmensweiten Erstellung von Reporting und Dashboards nach Prinzipien des „Information Design“, unter anderem die Möglichkeit, diesen Diagrammtyp leicht zu erstellen und auf ein unternehmensweit gültiges Notationskonzept zurückzugreifen.