Wie Social-Media-Inhalte zur Entscheidungsfindung beitragen können

Auf sozialen Medien präsent sein – immer mehr Unternehmen richten ihr Online-Marketing zusätzlich auf soziale Netzwerke wie facebook, XING, Twitter, LinkedIn oder auch auf Fachportale aus.

Wie integriere ich bestehende Inhalte als App in soziale Netzwerke wie facebook? Was muss ich bei der Planung beachten? Welche Sicherheitsaspekte gilt es zu berücksichtigen?

facebook hat allein in Deutschland über 25 Millionen Nutzer, darunter viele, die das soziale Netzwerk mittlerweile auch für geschäftliche Kontakte nutzen und sich so ihr Connectivity-Netzwerk aufbauen. Dadurch ergeben sich für Unternehmen immer mehr Möglichkeiten, um Anzeigen, Videos, Stellenangebote, Veranstaltungen etc. zu posten und Nutzer zu erreichen. Schöner Nebeneffekt: Die Besucherzahlen und Seitenzugriffe auf der eigenen Webseite werden dadurch gesteigert.

Die zentralen Fragen bei der Planung lauten: Welche App möchte ich entwickeln und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden?

Für die Umsetzung stehen zwei Optionen zur Wahl: Die Anpassung der App durch vorgegebene Templates oder aber die eigenständige Entwicklung und Programmierung eines Templates. Hilfreiche Programme zur Entwicklung sind Eclipse, Visual Studio oder Visual Studio Express.

Zur Realisierung der Applikation bietet facebook eine Developer-API an. Sie wird auf der Website „facebook developers“ zum Download angeboten. Je nach verwendeter Entwicklungsumgebung (Java, C++,…) ist ein Software Development Kit (SDK) erforderlich, das es ermöglicht, eigene Anwendungen zu programmieren und zu erstellen. Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten für die Entwickler von Facebook-Apps hinsichtlich einer individuellen Gestaltung. Zur Umsetzung ist außerdem ein sicheres SSL-Zertifikat notwendig, so dass das https-Zertifikat verwendet werden kann (HTTPS = Hypertext Transfer Protocol Secure). Um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten, ist dieses SSL-Zertifikat seit 2010 verpflichtend für alle Apps. Diese mittels https-Verschlüsselung abgesicherten Zertifikate müssen in der Regel beim zuständigen Webhoster beantragt werden und sind kostenpflichtig. Ihr Vorteil liegt darin, dass die App nicht mehr manipuliert kann bzw. deren Daten nicht mehr abgehört werden können.

Beispiel: Pressebereich der pmOne-Website, auf facebook integriert

Exkurs https-Verschlüsselung

Die https-Verschlüsselung bringt viele Vorteile in Bezug auf die Sicherheit von Websites mit sich. Unter anderem zu nennen ist die erhöhte Sicherheit durch eine verschlüsselte Verbindung, Schutz durch Angriffe „von außen“, die hohe Verbreitung und Unterstützung durch fast alle Browser sowie die sichere Authentifizierung in Login-Bereichen. Nicht zu vergessen ist die Kompatibilität mit vorhandenen Firewalls. Die Nachteile von https sind augenfällig und resultieren teilweise auch aus dem Nutzerverhalten: Leichtfertigerer Umgang mit privaten Daten im Internet durch erhöhtes Sicherheitsgefühl, Certificate Authorities (Zertifizierung durch digitale Zertifizierungsstelle) sind nicht uneingeschränkt vertrauenswürdig, der Rechenaufwand durch Ver- und Entschlüsselung der Daten ist höher, kein Schutz vor Zertifikatsangriffen aufgrund von fehlerhaft programmierten Hash-Algorithmen. Beim richtigem Aufbau und der Verwendung von https überwiegen die Vorteile jedoch deutlich. https ist Sicherheitsstandard für den alltäglichen Einsatz im Web und sollte bei sicherheitskritischen Verbindungen unbedingt genutzt werden.

Ist die App erst einmal einsatzbereit, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten bzw. Add-Ins, um das Nutzerverhalten zu beobachten und daraus wertvolle Schlüsse für weitere Analysen und Verbesserungen zu ziehen. Auch facebook bietet verschiedene Tools zur Auswertung an. Damit lässt sich nicht nur das Nutzerverhalten im Allgemeinen analysieren, sondern auch Klickraten für einzelne Seitenreiter auswerten. Auf diese Weise wird es möglich, schnell und einfach auf Veränderungen zu reagieren und diejenigen Inhalte zu identifizieren und zu vertiefen, bei denen die Aufmerksamkeit der Benutzer besonders hoch ist.

 

Beispiel: Der facebook-Auftritt der pmOne AG

Durch die Einbindung von Inhalten der eigenen Website in sogenannten Sandkasten-Apps lässt sich eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen auf der Unternehmens-Homepage verzeichnen. Sogar die einzelnen Seitenzugriffe sind messbar, wenn man das Thema aktiv vorantreibt. Voraussetzung ist jedoch die richtige Positionierung der Inhalte (Seitenreiter, Fotos, Apps) und das regelmäßige „Bloggen“ neuer Aktivitäten. In diesem Zusammenhang spricht man auch von ‚Social Media Intelligence‘ (SMI).

Unter SMI versteht man das Darstellen und Auswerten von User-Generated-Content auf Social-Media-Plattformen. Analog zum Begriff Business Intelligence (BI), wo es darum geht, aus vorhandenen Unternehmensdaten geschäftsrelevante Informationen abzuleiten, ist es das Ziel von SMI, an aussagekräftige Daten über relevante Zielgruppen zu gelangen sowie Kommunikations- und Trendanalysen zu erstellen, die zum Unternehmenserfolg beitragen können. Entsprechende Auswertungen werden mithilfe von Webtracking-Technologien erstellt und bieten Unternehmen insofern einen Mehrwert, als dass sie ihre Aktivitäten besser planen und optimal an die Bedürfnisse der Kunden und Konsumenten anpassen können. Denkbar ist der Einsatz solcher Daten unter anderem bei Trend- und Marktanalysen oder aber auch in der Wettbewerbsbeobachtung. So gesehen können auch Social Media-Daten zur Entscheidungsfindung und Strategieausrichtung eines Unternehmens beitragen. Dabei umfasst Social Media Intelligence den gesamten Prozess von der Bereitstellung der Daten bis zur Anwendung der Erkenntnisse.

Auch die pmOne AG ist im Bereich Social Media aktiv. Neben anderen Netzwerken sind Inhalte der Website www.pmone.com mittlerweile auch über die soziale Plattform facebook abrufbar. Schauen Sie doch einfach mal vorbei.

Hier geht es zum facebook-Auftritt der pmOne AG!