Die Vorteile der Cloud im Vergleich zu On-Premise

25.08.2021 | Data-Science-Team

Die Cloud liegt allerorts im Trend. Den meisten Unternehmen ist das Wesentliche Für-und-Wider bekannt. Doch es gibt auch weniger bekannte Argumente (für die Cloud), die Entscheidern helfen können, die Chancen und Risiken besser abzuschätzen. In unserem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf fünf „versteckte“ Cloud-Vorteile.

Eine Reihe von weniger bekannten Argumenten und Vorteilen der Cloud

Deutsche Unternehmen verlagern ihre Aktivitäten und Daten zunehmend in die Cloud. Im Vergleich zu Unternehmen aus den übrigen EU-Staaten sind sie dabei laut der Wirtschaftswoche noch recht verhalten.

Die zentrale Frage, die sich aus Unternehmensperspektive natürlich an dieser Stelle aufdrängt, ist: Warum sollte ich den Weg in die Cloud beschreiten? In der nachfolgenden Grafik haben wir die typischerweise ins Feld geführten Argumente pro und contra Cloud bzw. On-Premise aufgeführt.

Vorteile Cloud im Vergleich zu On-Premise

Demnach bringt die Anschaffung und das Aufsetzen einer eigens betriebenen On-Premise-Infrastruktur das größte Maß an Kontrolle und Transparenz mit sich. Allerdings bedingt dies natürlich auch eine genaue Betrachtung und Abschätzung der künftigen Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle, um die notwendigen Investitionen vorab planen zu können. Die Cloud bietet hier über ihre Skalierbarkeit und die schnelle Verfügbarkeit von Ressourcen ein deutlich größeres Maß an Flexibilität. Bezahlt wird nach dem Modell “pay as you go”, was auch kostenseitig einen Vorteil darstellen kann. Das muss aber nicht zwingend der Fall sein. Der Vorteil der Cloud liegt an der Stelle vielmehr darin begründet, dass für den gleichen Preis ein Mehr an Leistung in Form von stets neuester, erweiterbarer und hochverfügbarer Technologie geboten wird.

Neben den üblichen Argumenten für die Cloud, die auf der rechten Seite der Abbildung zu sehen sind, wollen wir noch fünf weitere Argumente für den Gang in die Cloud bzw. Vorteile der Cloud aufzeigen, die vermutlich weniger bekannt sind.

1. Die Cloud ist der sicherste Ort für die eigenen Daten

Ob es um den Schutz vor unbefugtem Zugriff geht oder um die physische Sicherheit der Daten: Sicherheit ist eine der Kernkompetenzen von Cloud-Anbietern. Das Risiko eines Totalverlustes ist real, wie das Abbrennen des größten Rechenzentrums Europas im März 2021 aufzeigt. Die FAZ titelte hierzu:Am Rhein brennt Europas Datenschatz“.

 

Die Cloud-Anbieter geben jährlich Unsummen für das Thema Sicherheit aus. So investiert beispielsweise Microsoft jährlich über eine Milliarde Euro allein für das Thema Cyber Security. Die schiere Masse an Sicherheitspersonal und Sicherheitsspezialisten mit Zugriff auf die neusten Verschlüsselungstechnologien sowie die Möglichkeit, Daten in Rechenzentren anderer Regionen zu spiegeln und damit vor einem Horrorszenario wie dem zuvor skizzierten zu bewahren, stellen ein Aufgebot an Sicherheit dar, das ein Großteil der Unternehmen schlichtweg nicht erbringen kann - oder nur unter Aufwand unverhältnismäßiger Kosten und Mühen. Kurzum: Den Cloud-Anbietern stehen deutlich mehr Ressourcen zur "Verteidigung" und "Bewachung" ihrer Daten zur Verfügung, was einen durchaus erheblich ins Gewicht fallenden Vorteil der Cloud darstellt.

2. Vorteile unmittelbar nutzen: Schnellere Umsetzung und geringerer Planungsaufwand durch die Flexibilität der Cloud

Ein Unternehmen, das die Cloud anstelle von selbstbetriebenen Rechenzentren nutzt, verfügt über eine höhere Flexibilität. Vorhaben können schnell durch das „Zusammenklicken“ der Komponenten verprobt und umgesetzt werden und müssen nicht monatelange Planungsschritte vor dem kapitalbindenden Erwerb von Ressourcen durchlaufen. Produkte, Dienstleistung und Prozesse können schneller skalieren, erweitert, entwickelt, getestet und deployed werden, da sich die Ressourcen deutlich flexibler planen und zusammenstellen lassen.

 

Grundlasten im System können durch langfristige, dedizierte Kapazitäten zugesichert werden und Nachfragespitzen und Neuentwicklungen lassen sich initial einfach via "Pay-as-you-Go"-Prinzip bezahlen. Dies erhöht die Flexibilität bei geringer Kapitalbindung und zugleich geringen Markteintrittshürden. Dies stellt aber nicht nur einen kostenseitigen Vorteil der Cloud dar, sondern dies führt auch zu einer gesteigerten Innovationsfähigkeit, einer schnelleren Time-to-Market und damit unmittelbar zu einem Innovations- und Wettbewerbsvorteil. Durch Pay-as-you-Go-Modelle kommt es zu einer Verlagerung der Kostenstrukturen von CAPEX zu OPEX, die im Verbund mit agilen Methoden bei der Produktentwicklung - insbesondere von digitalen Produkten - klare Innovationsanreize setzen. Alles in Allem geht dieses Vorgehen Hand in Hand mit modernen, agilen Projektmanagementmethoden (z.B. SCRUM), die in immer mehr Betrieben branchenunabhängig Einzug halten.

3. Das Innovations-Defizit umschiffen

Software-Hersteller werden sich bei der Entwicklung ihrer Produkte in zunehmendem Maße auf Cloud-Plattformen konzentrieren, wie man an SaaS-Lösungen der großer ERP- oder CRM-Anbieter wie Oracle NetSuite oder Microsoft Dynamics 365 sieht. Im Extremfall, wenn die Netzwerkeffekte sowie Skalen- und Verbundvorteile der Cloud-Plattformen groß genug sind, führt dies dazu, dass gewisse Lösungen nicht mehr für On-Prem entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Nutzer von On-Prem-Lösungen müssen mehr Geld für schlechtere Lösungen ausgeben, was wiederum zu einem Wettbewerbsnachteil auf verschiedenen Ebenen führt. Kurzum sei also als weiterer Vorteil der Cloud ins Felde zu führen, dass der Gang in die Cloud die Innovationskraft Ihres Business sicherstellt.

4. No Cloud, no Talents: exzellente Mitarbeiter kennen die Vorteile der Cloud und wollen diese nutzen

IT-Talente fokussieren sich zunehmend auf Cloud-Technologien, da dies zum einen langfristig bessere Karriereperspektiven bietet und zum anderen viele unbeliebte Aufwände rund um das Aufsetzen und Betreiben von Technologien reduziert. On-Prem-Infrastrukturen stellen daher einen nicht zu unterschätzenden Nachteil im Wettbewerb um Fachkräfte dar. Zudem könnten diese zukünftig in der Wartung und im Betrieb wesentlich teurer werden, da das Wissen über diese Technologien knapper wird, was den Druck zu einer Cloud-Migration steigert.

5. Bessere Performance und effizienteres Zusammenarbeiten

Durch den professionellen Betrieb und die penible Wartung von IT-Ressourcen wird rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sichergestellt, dass die über die Cloud bereitgestellten IT-Services verlässlich zur Verfügung stehen. Neue Komponenten und Funktionalitäten der Anwendungen sind sofort nutzbar. Die technikbedingte, dynamische Verteilung der IT-Leistungen über mehrere Standorte ermöglicht neue Arbeitsweisen wie E-Kollaboration von Mitarbeitern und Partnern.

 

Wie Sie an diesen fünf Vorteilen der Cloud gesehen haben, werden Diskussionen um die Cloud nicht immer nur auf der technischen Grundlage geführt. Es spielen zahlreiche Faktoren in eine moderne Datenstrategie mit hinein, die oftmals über rein technische Feinheiten hinausgehen. Diese im Blick zu haben, ist für Unternehmen - deren Kerngeschäft nicht im IT-Bereich liegt - oftmals schwer nachzuvollziehen.

 

Gerne unterstützt Sie pmOne dabei, die für Sie passende Strategie zu finden. Wir sind nicht von vornherein für oder gegen einen Ansatz, sondern vor allem daran interessiert, Sie und Ihre Daten zuverlässig für die Zukunft zu rüsten. Denn wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte, d.h., meistens in einem hybriden Cloudansatz, der die Vorteile eines kleinen lokalen Rechenzentrums mit denen der Cloud verbindet.

6. Grüner Vorteil: Cloud leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit

Abschließend vervollständigen wir unsere Liste mit dem sicherlich größten und weitreichendsten Vorteil der Cloud bzw. der These: Durch das globale Teilen von Speicher- und Rechenkapazitäten und die bedarfsorientierte Nutzung von Cloud-Ressourcen leistet das Prinzip Cloud einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.


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