Use Case Kostenverrechnung - IT-Kosten

Die IT-Unterstützung ist mittlerweile zum zweitgrößten Posten nach den Personalkosten in Ihrem Unternehmen angewachsen. Ihr Dienstleistungsangebot ist massiv IT-gestützt und teilweise hochautomatisiert.

 

Die Verrechnung auf Kostenstellen, Projekte und Produkte erfolgt bislang sehr pauschal über Headcount, Umsatz (Tragfähigkeit) und Innenaufträge. Plan- und Istkosten werden auf der gleichen Basis umgelegt.

 

 

Nun gibt es seit längerem eine Diskussion um die Verursachungsgerechtigkeit der Kostenverrechnung:

 

  • Der Vertrieb für Individuallösungen nutzt eine relativ aufwändige Außendienstlösung.
  • Der IT-Support wird sehr unterschiedlich von den verschiedenen Abteilungen in Anspruch genommen. Eine Analyse ergab, dass die Administration alleine 45 % der Supportanfragen beansprucht.
  • Individualisierte Produkte werden durch Berater betreut. Diese nutzen sehr intensiv IT-Leistungen, wie virtuelle Maschinen und Kunden individuelle Konfigurationen.
  • Standardprodukte im unteren Segment werden über das Internet vertrieben. Hier ist eine relativ wartungsintensive Webshop-Lösung im Einsatz.
Use Case Kostenverrechnung - IT

Mit der bestehenden Umlagerechnung ist eine Beeinflussbarkeit der Kosten beim Empfänger nicht gegeben. Höhere Istkosten werden vollständig umgelegt. In der Vergangenheit gab dies Anlass zu intensiven Diskussionen, zumal die Bereichsleiter einen hohen Bonus auf ihre Bereichsergebnisse erhielten. Insofern wird überlegt, auf eine differenzierte Verrechnung auf der Basis von Kostentreibern umzusteigen.

 

Der Umstieg ist relativ aufwändig. Es wird daher überlegt, die Leistungsverrechnung zunächst nicht im operativen ERP-System durchzuführen, da diese konzeptionell sehr beschränkt ist.

 

Zunächst soll zudem betrachtet werden, inwieweit die verbesserten Kosteninformationen zu einer veränderten Steuerung (insbesondere der Angebotskalkulation der individualisierten Produkte) führen. Hierzu wird ein Simulationsmodell aufgebaut welches die Ergebnisrechnung zum Inhalt hat.

Es werden die Daten der operativen Planung übernommen, Leistungstreiber definiert und - sofern schon beplant - übernommen, bzw. für die Simulation erfasst. Diese erzeugt ein gegenüber der etablierten Lösung nicht verändertes Gesamtergebnis. Strukturell ergeben sich jedoch erhebliche Änderungen. So stellt sich beispielsweise heraus, dass Standardprodukte relativ wenig die IT beanspruchen und damit einen höheren Deckungsbeitrag als erwartet, erwirtschaften.

 

Aufgrund der veränderten Kostenverrechnung werden erste Maßnahmen initiiert. Dementsprechend werden Marketingaktivitäten eingeplant.

 

Statt nun das operative Kostenrechnungssystem auf die neue Leistungsverrechnung umzustellen, werden die Ist-Daten hochgeladen und die interne Leistungsverrechnung im Simulations- und Planungsmodell durchgerechnet.


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