Collaborative Disclosure Management

Definition: Disclosure Management

Die Finanzberichterstellung muss unter Zeitdruck funktionieren - das war schon immer so. Grund hierfür ist meist, dass die benötigten Daten erst in letzter Minute zu Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen aber höchste Qualitätsstandards eingehalten werden. Besonders seit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nummer 20 (PDF-Dokument: Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 20) müssen auch Teile wie Prognosen sehr genau sein. Für die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung wird im Jahr 2014 die Lageberichterstattung sogar im Mittelpunkt ihrer Prüfungen stehen. Beachtet man zudem die steigende Masse und Komplexität der anfallenden Daten, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die bisherige Art der Geschäftsberichterstellung hier an ihre Grenzen gelangt. Vielmehr ist ein Verfahren gefragt, das Zusammenarbeit, Workflow, Compliance und Steuerung während des gesamten Prozesses optimiert – das Collaborative Disclosure Management (CDM).

Anforderungen an das Disclosure Management

Aus diesem Grund wird in vielen Unternehmen der Ruf nach einem Werkzeug laut, das den gesamten Close-to-Disclosure-Prozess vereinfachen oder sogar automatisieren kann. Die erhöhte Komplexität dieses Vorgangs macht eine solche Collaborative Disclosure Management- Lösung in vielen Fällen notwendig. Denn während vor einigen Jahren noch ein recht überschaubarer Personenkreis für die Geschäftsberichterstellung zuständig war, müssen sich inzwischen fast alle Abteilungen mit diesem Thema auseinandersetzen. Die Zeiten, in denen nur Zahlen aus dem Finanzwesen benötigt wurden, sind nämlich längst vorbei.

 

Zur Erfüllung der rechtlichen Vorgaben müssen Informationen aus verschiedensten Unternehmensbereichen zusammengetragen und aufbereitet werden. Es wird also ein Tool benötigt, das die Zusammenarbeit zwischen den zahlreichen Personengruppen und IT-Systemen ohne Probleme ermöglicht. Trotz der großen Anzahl an Abteilungen und Personen, die an der Geschäftsberichterstellung beteiligt sind, müssen zudem Nachvollziehbarkeit sowie eine „single version of the truth“ vorhanden sein, also eine einzige Version des Berichts, die die Realität bestmöglich abbildet. Das kann durch zentrale Speicherung ermöglicht werden. 

Legt man die Daten zur Finanzberichterstattung in derselben Datenbank ab wie Plandaten sowie konsolidierte Daten, so ist nicht nur ein früherer Beginn mit dem Disclosure-Prozess möglich, sondern es können auch einzelne Arbeitsschritte leicht nachvollzogen und so Fehler gefunden werden.

 

Eine weitere Herausforderung an das Collaborative Disclosure Managements (CDM) liegt darin, dass die Daten in verschiedenster Form vorliegen. Natürlich sind diese teils strukturiert und stammen aus Data Warehouse, Enterprise Resource Planning (ERP) oder auch Customer Relationship Management (CRM) Systemen sowie solchen zum Collaborative Project Management. Doch auch unstrukturierte Tabellen oder E-Mails sind häufig von Bedeutung. All diese Daten müssen in einem System zusammengeführt und ausgewertet werden können.

Prozess-Automatisierung minimiert die Fehlerquote

Zahlreiche Business Intelligence und Performance Management-Lösungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die betriebswirtschaftliche Verarbeitung der Daten und die Bereitstellung von Kennzahlen. Diese müssen dann meist von den Abteilungen selbst und ohne Vorgaben bezüglich des Information Designs zu einem Report zusammengebastelt werden. Die Fehlerquote bei diesem manuellen Prozess ist allerdings sehr hoch. Durch die Automatisierung der „last mile of reporting“ kann dieses Risiko minimiert werden.

Zusammenfassung: Collaborative Disclosure Management

Unter Collaborative Disclosure Management, kurz CDM, versteht man den Prozess der Vereinheitlichung sowie die Automatisierung der Erstellung von Geschäftsberichten mit Hilfe einer Software-Lösung. Dadurch wird die Zusammenarbeit (Collaboration) zwischen den verschiedenen Personen und IT-Systemen im Unternehmen, die an der Erstellung von Finanzberichten beteiligt sind, erleichtert. 

 

Mit der Automatisierung wird der Prozess für die Erstellung von Geschäftsberichten beschleunigt und die Zahl der Fehler durch manuelle Eingaben und Änderungen minimiert. Weiterer Vorteil ist Nachvollziehbarkeit aller Prozessschritte, was die Fehlersuche erleichtert. Mit Tagetik vertreibt die pmOne in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine der weltweit führenden Lösungen für Planung und Konsolidierung, die auch ein Modul für Collaborative Disclosure Management (CDM) bietet.

pmOne bietet Ihnen Software für Collaborative Disclosure Management von Tagetik an

Ein Anbieter von Software-Lösungen im Bereich Collaborative Disclosure Management (CDM) ist Tagetik. Das Tool zum Disclosure Management ist Teil der Tagetik Performance Management-Suite, kann aber auch als Stand-Alone-Lösung erworben werden. Neben der allgemeinen Automatisierung und Vereinfachung des Close-to-Disclosure-Prozesses bietet es Unternehmen Hilfestellung in den folgenden Bereichen:

 

  • Erstellung von Berichten, die branchenspezifischen behördlichen Anforderungen (z.B. Solvency II, CoRep/FinRep) genügen
  • Erstellung der XBRL/iXBRL-Version der Berichte
  • Internes Rechnungswesen
  • Externe Finanzberichterstattung

 

pmOne bietet Ihnen in dem Bereich Collaborative Disclosure Management (CDM) professionelle Beratung und Dienstleitungen an.

Wolfgang Fahrnberger
Geschäftsführer
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