SAP HANA

SAP HANA die In-Memory Technologie

In Unternehmen fallen in der heutigen Zeit immer größere Datenmengen an, auf deren Basis immer schneller und teilweise zeitlich parallel in Unternehmen Entscheidungen getroffen werden müssen. Diese Datenmengen zu analysieren und zu durchsuchen, nimmt - verwendet man herkömmliche Datenbanksysteme - mitunter wegen schlechter Performance sehr viel Zeit in Anspruch. Aus diesem Grund wurde vom Hasso-Plattner-Institut in Kooperation mit der SAP AG die Datenbankplattform SAP HANA (Abkürzung für High-Performance Analytics Appliance) entwickelt. Die Plattform ist einerseits verfügbar als On-Premise-Lösung in Form einer Appliance, also als eine Kombination aus Hard- und Software, oder andererseits als ein Cloud-basierter so genannter Plattform Service.

Der Hauptzweck ist es, sowohl transaktionale wie analytische Workloads auf einer Datenbank hoch-performant ablaufen zu lassen. Durch die verwendete In-Memory-Technologie wird es denkbar, umfangreiche Daten in Sekundenschnelle zu analysieren. Ermöglicht wird das dadurch, dass SAP HANA den Arbeitsspeicher und die diversen Caches der CPUs optimal als Datenspeicher nutzt. Dabei unterstützt SAP HANA alle Anforderungen hinsichtlich Hochverfügbarkeit, Datenkonsistenz und Integrität (und besteht dabei alle Anforderungen des ACID-Tests)

 

SAP HANA wurde im Frühjahr 2010 vorgestellt und im November 2010 wurden Coca Cola Hellenic, die Future Group und Hilti als Erstkunden genannt. Im März 2012 wurden das HPI und SAP für SAP HANA mit dem Deutschen Innovationspreis ausgezeichnet.

Die durch SAP HANA erreichte Verbesserung der Performance bei Auswertungen bietet einem Unternehmen einige Chancen:

 

  • Informationslatenz verringern: Informationen stehen schneller zur Verfügung und Unternehmen können schneller auf Analyseergebnisse reagieren;
  • Flexibilität steigern: Kunden können Analysemodelle schneller und einfacher erweitern;
  • Möglichkeit zu Massiv Parallel Processing (MPP): hohe Performance auch bei der parallelen Durchführung von Verarbeitungsvorgängen (Transaktion) und Berechnungen (Analyse)
  • „What-If“-Simulationen in Echtzeit auf nicht aggregierten Daten

SAP HANA und Business Intelligence

SAP HANA kombiniert die Eigenschaften und Vorteile Business-Intelligence-Lösungen, die OLAP-basiert ist (Online Analytical Processing), und eines OLTP-Systems für die transaktionsorientierte Datenverarbeitung. Optimal funktioniert SAP HANA natürlich in Kombination mit anderen SAP-Produkten, allerdings läuft die Appliance auch mit SAP-fremden Systemen, wie zum Beispiel mit Tagetik, der weltweit führenden Lösung für Planung und Konsolidierung.

 

In der Praxis wird SAP HANA mittlerweile auch von Unternehmen wie Procter & Gamble, Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) oder Intel genutzt.

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Investitionen in SAP HANA

Die Investitionen in SAP HANA können die Kosten eines Unternehmens senken, da die vereinfachte IT-Landschaft geringere Hardware-, Wartungs- und Testanforderungen zur Folge hat. Daten brauchen auch für Analyse-Anforderungen (Business Intelligence und Data Warhousing) nur einmal vorgehalten zu werden. Alle Analyse- und Data-Warehouse Strukturen können als Meta-Schicht in SAP HANA angelegt werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Daten in unterschiedlichen Schichten einer Data-Warehouse-Lösung zu bewegen und zu replizieren, so wie es derzeit in gängigen analytischen Datenbanken der Fall ist. Dadurch sinkt der Bedarf an Speicherplatz enorm und Ladezeiten für Prozesse zu Extrakation, zur Transformation und zum Laden von Daten können auf ein Minimum reduziert werden. Zeitgleich wird die Flexibilität zur Erweiterung des Systems sehr gesteigert.

 

Ein kritisch zu betrachtender Aspekt ist die komplizierte Gestaltung der Lizenzgebühren. Diese orientieren sich entweder an der Größe des verfügbaren Arbeitsspeichers oder an einem Prozentsatz der Wartungskostenbasis (SAP Application Value). Wann welches Modell angewendet werden sollte, beziehungsweise, wann welches günstiger ist, lässt sich für die meisten Unternehmen nur schwer errechnen.

 

Unternehmen sollten die eigenen Geschäftsprozesse verstehen, um SAP HANA gut einbinden zu können. Ist dies jedoch erst einmal geschehen, so lassen sich durch das In-Memory-Computing Geschäftsanalysen in Echtzeit durchführen und in der Folge die Prozesse im Unternehmen weiter optimieren. Zudem kann bei der Simulation von Szenarien sofort erkannt werden, ob und wie bestimmte Maßnahmen greifen. Außerdem bietet eine Analyse der Echtzeitdaten und „What-If“-Szenarien die Möglichkeit, Probleme schon vor ihrem Auftreten zu erkennen und somit bestmöglich auf sie vorbereitet zu sein.

Boris Cordes
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