Solvency II

Versicherungswesen unter Aufsicht der EU-Staaten mit Solvency II

Die Anforderungen an Versicherungsunternehmen in ganz Europa sind in den letzten fünf Jahren deutlich angestiegen und Ihr Handeln wird stärker als je zuvor beaufsichtigt. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der heutigen Versicherungsunternehmen und zum Schutz der Versicherungsnehmer hat der Staat ein großes Interesse daran, dass Versicherer unter anderem über ein gutes und solides Risikomanagement verfügen. Das Versicherungsaufsichtsrecht, welches in den verschiedenen EU-Staaten derzeit herrscht, soll nun zunehmend vereinheitlicht werden. Das zentrale Projekt in diesem Zusammenhang nennt sich „Solvency II“, initiiert von der Europäischen Kommission. Ziel von Solvency II ist es via Lamfalussy-Verfahren, die heutigen Solvabilitätsvorschriften (Eigenmittelanforderungen) für Unternehmen aus dem Bereich Versicherungen zu einem konsequent risikoorientierten System der Finanzaufsicht weiterzuentwickeln. Die Solvency II Richtlinie existiert schon längere Zeit, allerdings nicht in einer finalen Version. Immer wieder finden Verhandlungen zwischen EU-Parlament und den Mitgliedsstaaten statt, in denen Änderungen der Solvency II Richtlinien diskutiert und vorgeschlagen werden. Momentan ist davon auszugehen, dass in 2016 der Rechtsrahmen für die Unternehmen aus dem Versicherungswesen vollständig vorliegt. Anfang 2017 werden die Regeln dann zur Anwendung kommen, falls es nicht wieder zu einer Verschiebung kommt, wie stetig diskutiert.

pmOne bietet für Solvency II die All-in-One Lösung an

Die pmOne AG bietet mit der Lösung Tagetik 5 eine ganzheitliche Software an, die die wesentlichen Anforderungen aus dem Drei-Säulen-Ansatz von Solvency II unterstützt.

Mit Tagetik 5 und dem Solvency II - Starter Kit können die Anforderungen der Säule I bis III in einem umfassenden Prozess für CPM integriert werden – und das auf einer einheitlichen Datenplattform, einer standardisierten Berechnungslogik und umfassenden Berichtswerkzeugen. Da Tagetik grundsätzlich auf einem einheitlichen Datenmodell aufbaut, haben Controlling-Abteilungen einen schnellen und einfachen Zugang zu zentralisierten, qualitativ hochwertigen und aktuellen Daten. Durch die einheitliche Plattform sparen sie deutlich Zeit und Aufwand und verbessern die Revisionssicherheit.

Tagetik Financial Intelligence unterstützt Versicherungsunternehmen bei der Berechnung von Risiken wie auch bei Liquiditätskennzahlen und Hebelverhältnissen. Die Einbindung individueller interner risikobasierter Modelle wird unterstützt.

Die spezifischen Veröffentlichungsvorschriften können eingehalten werden (vgl. Säule III). Die Lösung deckt die EIOPA-Anforderungen durch Formular- und Berichtsvorlagen, Berechnungen und XBRL (Extended Business Reporting Language) ab. Unter anderem sind Reporting -Vorlagen (QRT, Quantitative Reporting Templates), der Bericht zur Solvenz- und Finanzlage (SFCR, Solvency and Financial Condition Report) und regelmäßige Aufsichtsberichte (RSR, Regular Supervisory Report) verfügbar.

Solvency II
Solvency II

Automatisierung, Datenaufbereitung und weitere Anforderungen zu Solvency II

Eine Automatisierung der Produktion/Erstellung von prüffähigen Berichten in mehreren regulatorischen Formaten ist selbstverständlich. Kombiniert mit Workflow, Freigaben, Kontrollen und Überprüfungen können diese Finanz-Prozesse von Beginn an und bis zum Ende eingehalten und verwaltet werden. Alle Berichte können quantitative und qualitative Bestandteile in Form von Erläuterungen und Einschätzungen enthalten und zu Berichtsbüchern zusammengeführt werden. Die Integration von Objekten in Texten ermöglicht auch späte Anpassungen ohne das Risiko der Inkonsistenz. Beispielsweise kann ORSA (Own Riks and Solvency II Assessment) inklusive Prozessunterstützung abgebildet werden. Hierzu stehen alle notwendigen Informationen aus Tagetik in den Microsoft Office-Werkzeugen zur Verfügung. 



Zur Datenaufbereitung kann auf die klassischen Abschlussinformationen zugegriffen werden. Umbewertungen und beliebige weitere Adaptionen können übernommen bzw. in einem systemunterstützten Prozess eingesammelt werden. Dabei stehen die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Bewertungsschritte im Vordergrund. Eine Workflow-Komponente mit übergreifenden Validierungsfunktionen stellt sicher, dass die Informationen vollständig und akkurat erfasst werden. Des Weiteren wird die Berechnung von Kapitalanforderungen unterstützt (SCR, MCR, vgl. Säule I). Grundlage hierfür ist die Solvency II Bilanz, die aus den in Tagetik aufgebauten Abschlussberichten und ergänzenden Nebenrechnungen mittels einer strukturierten Überleitungsrechnung abgeleitet wird. Zusätzlich benötigte Informationen können erfasst und in Standard- oder Zusatztabellen revisionssicher gespeichert werden. 

Auch die Governance-Anforderungen in Bezug auf das interne Kontrollsystem und Risiko-Management werden von Tagetik unterstützt. Der Workflow-Monitor unterstützt entsprechende Bestätigungsprozesse. Alle Informationen können komfortabel über SharePoint analysiert werden. Damit ist es möglich, beispielsweise die Kapitalanforderungen permanent zu überwachen. Durch die Offenheit des Systems sind beliebige Analyseplattformen (auch Mobile) integrierbar. 

Neben den unmittelbaren Anforderungen unterstützt Tagetik auch mittelbare Prozesse wie Planung und Budgetierung. Durch die integrierte Plattform lassen sich die Risiko-Kennzahlen in die Planung einbeziehen. Das Planen in Szenarien verbessert auch die Risikoeinschätzung. Der mehrjährige Planungshorizont schafft die Voraussetzungen für die verschiedenen Bewertungsmethoden als Grundlage für SCR und MCR.

Wolfgang Fahrnberger
Geschäftsführer
pmOne GmbH
Maria-Jacobi-Gasse 1
1030 Wien
+43 1 8902852-0
Wolfgang Fahrnberger
Karsten Oehler
Vice President CPM Solutions
pmOne AG
Freisinger Str. 9
85716 Unterschleißheim
+49 89 4161761-0
Prof. Dr. Karsten Oehler