CPM-Reifegrad (Teil 3|4): Mit End-to-End-Reporting zu fundierten Steuerungsentscheidungen » pmOne

CPM-Reifegrad (Teil 3|4): Mit End-to-End-Reporting zu fundierten Steuerungsentscheidungen

Der dritte Teil unserer CPM-Blogreihe zeigt, wie End-to-End-Reporting als Bindeglied von Datenquellen, Prozessen und Analysen einen durchgängigen Informationsfluss im Controlling ermöglicht. Dies sorgt für kürzere Entscheidungswege und eine bessere Abstimmung zwischen Bereichen.
on on on

Der zweite Teil unserer Serie hat die Bedeutung des Datenmanagement für sämtliche CPM-Prozesse herausgestellt. Daran schließt sich das Themenfeld End-to-End-Reporting nahtlos an: Auf Basis sauberer Daten lassen sich verlässliche Informationen zeitnah bereitstellen. End-to-End-Reporting beschreibt hierbei die Verbindung aller Abläufe im Reporting-Prozess, von der Datenerfassung über die Integration und Aufbereitung bis zur Bereitstellung von Dashboards und Berichten.

Ziel ist es, eine „Single Source of Truth“ zu schaffen, also ein konsistentes Lagebild, auf das alle im Unternehmen zugreifen können. Ein einheitliches Datenmodell stellt hierbei sicher, dass Kennzahlen wie Umsatz, Deckungsbeitrag oder Auftragseingang in allen Abteilungen identisch berechnet werden. Im Idealfall läuft dieses Reporting automatisiert, integriert und interaktiv. Die Daten fließen hierbei direkt aus den operativen Systemen in zentrale Plattformen, werden dort qualitätsgesichert verarbeitet und stehen in Echtzeit für Analysen, Dashboards und Simulationen bereit. Grundlage dafür sind unter anderem automatisierte ETL-Strecken, Validierungsregeln, Near-Realtime-Datenimporte sowie KPI-Definitionen und eine Reporting-Governance.

End-to-End-Reporting im CPM-Reifegradmodell

Im CPM-Reifegradmodell markiert End-to-End-Reporting einen entscheidenden Entwicklungsschritt, wie ein Blick auf die Reportingprozesse in den einzelnen Stufen zeigt. In den ersten beiden Stufen arbeiten Unternehmen in der Regel mit Excel-basierten „Insellösungen“, das heißt, Berichte werden manuell erstellt. Die Datenzusammenführung erfordert hier im Vergleich zu den anderen Stufen einen recht hohen Aufwand. Zu den weiteren Herausforderungen gehören unterschiedliche Formate, Zahlendifferenzen und eine eingeschränkte Transparenz.

In den Stufen drei und vier reift das Reporting (technologiegetrieben) zum durchgängigen und weitestgehend automatisierten Prozess. Datenquellen sind integriert, Standards wie IBCS sorgen für klare Visualisierung und Dashboards bieten Self-Service-Zugriff. Analysen erfolgen zunehmend KI-gestützt. Auf Stufe fünf wird das Reporting dann zu einer Art „Steuerungsintelligenz“: KI-gestützte Simulationen, Forecasts und Szenarien fließen direkt in strategische Entscheidungen ein. Das Unternehmen lässt sich dadurch immer stärker vorausschauend statt rückblickend steuern.

CPM Reifegradmodell

Abbildung 1: Das CPM-Reifegradmodell zeigt, wie Unternehmen ihre Steuerung Schritt für Schritt professionalisieren

Der Weg entlang der Stufen

In der Praxis dominieren demnach auf den unteren Reifegraden manuelle Berichtsprozesse: Daten werden aus ERP-, CRM- oder Planungssystemen exportiert, in Excel aufbereitet und als PowerPoint oder PDF verteilt. Der technologische Aufwand ist gering, jedoch kostet dieses Vorgehen Zeit, erzeugt Unsicherheit und verhindert eine einheitliche Steuerungslogik. Kurz gesagt: Das Reporting funktioniert, aber es steuert nicht, sondern dokumentiert. Mit einer Reihe von Maßnahmen lässt sich hierbei schrittweise der Weg für ein integriertes End-to-End-Reporting ebnen.

 

  1. Standardisiertes Reporting (z. B. nach IBCS)
    Die Verwendung einheitlicher Darstellungsstandards schafft Verständlichkeit und reduziert Interpretationsspielräume. Das fördert Konsistenz und Professionalität im Management-Reporting.
  2. Automatisierte Reportingprozesse
    Berichte sollten automatisch generiert und verteilt werden. Entsprechende Tools für die Visualisierung und das Datenmanagement ermöglichen regelmäßige Updates ohne manuelle Eingriffe.
  3. Automatisierte Datenflüsse und Analysen
    Durch die Integration operativer Systeme in eine Datenplattform entstehen stabile, skalierbare Reportingprozesse mit aktueller Datenbasis.
  4. Self-Service-Reporting & Dashboards
    Mit Self-Service-Funktionalitäten moderner Reporting und Planungstools können Fachbereiche eigenständig Analysen erstellen, ohne weitere IT-Ressourcen zu beanspruchen. Das fördert datengetriebene Entscheidungen auf allen Ebenen.
  5. Reporting als integraler Bestandteil der Entscheidungsprozesse
    Ziel ist, dass das Reporting nicht nach Entscheidungen bereitsteht, sondern diese vorbereitet. Hierzu sind beispielsweise Dashboards und Simulationen in entsprechende strategische Planungen einzubinden.
  6. Aufbau einer Daten-, Analyse- und Reportingplattform
    Eine gemeinsame Plattform schafft Transparenz, Wiederverwendbarkeit und Governance über den gesamten Reportingprozess hinweg.
  7. Erste KI-Elemente einführen
    KI kann Datenmuster erkennen, Anomalien aufspüren oder Texte für Management-Reports generieren. So wird Reporting intelligenter und schneller. Viele Lösungen haben hier in letzter Zeit entsprechende Funktionen integriert (mehr dazu in Teil vier unserer Blogreihe).
  8. Forecasting, Simulationen und KI-basierte Prognosen
    Je höher der Reifegrad, desto stärker wird die Verbindung zwischen Reporting und Planung. KI-Modelle ermöglichen hierbei vorausschauende Szenarien statt reiner Vergangenheitsanalyse.
CPM Reifegradmodell

Abbildung 2: End-to-End-Reporting als eine tragende CPM-Säule

Fazit: Reporting als Basis fundierter Steuerungsmaßnahmen

End-to-End-Reporting ist stark technologisch getrieben, bildet aber auch die inhaltliche Brücke zwischen Datenqualität und wertorientierter Steuerung. Die Etablierung entsprechender Tools und Prozesse reduziert Reibungsverluste, steigert Transparenz und schafft die Basis für vorausschauendes Management.
Der nächste Beitrag dieser Blogreihe zeigt, wie KI nach und nach Einzug in Planungs- und Steuerungsprozesse erhält. Hierbei werfen wir einen Blick auf entsprechende Tool-Funktionen und Anwendungsfälle.

Kostenloser Quick-Check

Sie möchten eine Einschätzung bekommen, wie es um den Reifegrad Ihres Controllings steht? Hierzu können Sie im ersten Schritt die sechs Fragen unserer Online-Analyse beantworten. Zudem bieten wir die Möglichkeit für einen kostenlosen CPM-Quick-Check: Sie investieren eine Stunde Ihrer Zeit, in der Sie mit unseren Experten den Status quo ermitteln. Im Anschluss liefern wir Ihnen eine GAP-Analyse und erste Handlungsempfehlungen. Wenden Sie sich hierzu einfach an den Autor dieses Beitrags.

Pfeil Rechts
Corporate-Performance-Management_Headerbild
3
3
3

Frank Schmidt

Director CPM Consulting D-A-CH

Frank Schmidt

Director CPM Consulting D-A-CH

Frank Schmidt

Director CPM Consulting D-A-CH

Lösungen
Corporate Performance Management

Neueste Beiträge

Menü